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Audi FIS Alpine Ski World Cup - Men's Downhill
In Beaver Creek stürzt Thomas Dressen schwer und wird abtransportiert © Getty Images
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Abfahrt-Ass Thomas Dreßen stürtzt in Beaver Creek und verletzt sich dabei schwer. Die Läsion ist aber doch nicht so schwer, wie zuvor diagnostiziert.

Skirennläufer Thomas Dreßen setzt sich nach seinem Kapitalschaden im rechten Knie bei der Genesung nicht unter Zeitdruck.

"Ich habe das Ziel, dass ich zurückkomme, und ich werde auch zurückkommen. Aber wie schnell das geht, wie lange das dauert, keine Ahnung. Ich gehe erst wieder auf die Ski, wenn es wieder zu 100 Prozent passt", sagte der 25 Jahre alte Mittenwalder am Sonntagmorgen am Münchner Flughafen nach seiner Rückkehr aus den USA.

Der Faktor Zeit spiele erstmal gar keine Rolle, ergänzte der beste deutsche Abfahrer. Die Ärzte in den USA hätten von sechs bis acht Monaten gesprochen, "aber ganz ehrlich, wenn es zwölf oder 18 Monate dauert, ist es nicht wurscht, aber ich nehme es auch in Kauf."

Dreßen: Hinteres Kreuzband doch nicht gerissen

In Beaver Creek/Colorado war der Kitzbühelsieger am Freitag bei der zweiten Weltcup-Abfahrt der Saison gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Eine erste Diagnose in den USA ergab eine Schädigung des vorderen und hinteren Kreuzbandes im rechten Knie, dazu des Innenbandes und des Meniskus. 

Bei einer weiteren Untersuchung am Sonntag in München bei Spezialist Manuel Köhne, der Dreßen auch operieren soll, stellte sich heraus, dass das hintere Kreuzband doch nicht kaputt ist. "Er hat meine Knie schon behandelt. Für mich ist es wichtig, dass das einer macht, zu dem ich vollstes Vertrauen habe", sagte Dreßen. Die Operation soll nach Angaben des Deutschen Skiverbandes (DSV) in den nächsten Tagen erfolgen.

Die linke Schulter kugelte Dreßen sich bei dem Sturz aus, renkte sie aber selbst wieder ein. "Der Vorteil war unter Anführungszeichen, dass in dem Moment der Schmerz im Knie weitaus größer war", sagte er.

Dreßen stürzt in Beaver Creek schwer

Den Unfallhergang führte Dreßen auf unglückliche Umstände zurück, ein Konzentrationsfehler sei es aus seiner Sicht nicht gewesen. "Es waren wechselnde Bedingungen, das haben wir gewusst. Bei der Besichtigung hatte es an der Stelle eigentlich nichts gegeben, aber bei 120 km/h verhält sich der Schnee anders", sagte er.

Die Schwere der Knieverletzung sei ihm sofort klar gewesen. "Es ist scheiße gelaufen, daran kann man nichts mehr ändern."

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