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Lindsey Vonn
Lindsey Vonn beendet nach der Abfahrt bei der Ski-WM in Are ihre Karriere © Getty Images
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Die Abfahrt bei der Ski-WM in Are wird auch zum Abschied von Lindsey Vonn. Eine Deutsche zählt zu den Favoritinnen, die Strecke wird kurzfristig verkürzt.

Ob Lindsey Vonn in dem letzten Rennen ihrer Karriere noch einmal eine Medaille holt, ist ungewiss - emotional wird es aber auf alle Fälle.

Für den letzten Auftritt der Ski-Queen hat sich eine echte Legende angekündigt: Ingemar Stenmark gibt sich bei der Frauen-Abfahrt der Ski-WM in Are die Ehre (Ski-Alpin: Abfahrt der Frauen ab 12.30 Uhr im LIVETICKER).

Er und die anderen Zuschauer bekommen wetterbedingt eine verkürzte Abfahrt zu sehen: Gefahren wird nun vom zweiten Reservestart, die Strecke ist damit um 566 m kürzer - rund ein Viertel.

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Vonn warnt: Schreibt mich nicht ab

Nach dem Rennen ist geplant, dass Vonn zusammen mit dem ebenfalls zurücktretenden Aksel Lund Svindal am Sonntagabend gemeinsam eine große Abschiedsparty schmeißen. 

"Ich freue mich sehr, dass Ingemar kommt", sagte Vonn (34) im WM-Studio des schwedischen Fernsehsenders SVT, "das ist eine Ehre für mich." 

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Vonn (82 Siege) hatte trotz vielfacher Verletzungen bis zuletzt versucht, Stenmarks Bestmarke zu übertreffen. 

Nach ihrem Sturz im WM-Super-G am Dienstag sagte die langjährige Speed Queen, es wäre ein Fehler, sie für die Abfahrt abzuschreiben. 

Zwar hat sie ein blaues Auge und blaue Flecken, "aber mir geht es ganz gut", sagte sie jetzt. Ihr blaues Auge könne sie mit Schminke gut verbergen, ergänzte sie.

Weidle für Rebensburg eine Geheimfavoritin

Die größte deutsche Hoffnung ist diesmal wohl einmal nicht Viktoria Rebensburg, sondern Kira Weidle. Diese ist laut Rebensburg eine Geheimfavoritin auf eine Medaille.

Selbst der sonst so skeptische deutsche Alpinchef Wolfgang Maier sagt: "Kira hat das Potenzial, ums Podium mitzufahren." 

Und was erwartet die 22 Jahre alte Starnbergerin selbst? "Am Ende zählen die Medaillenränge - und die werden auch Vollgas attackiert." 

Goggia und Stuhec Favoritinnen auf Gold

Die Topfavoriten sind aber dennoch andere: Olympiasiegerin Sofia Goggia (Italien), am Dienstag WM-Zweite im Super-G, Titelverteidigerin Ilka Stuhec (Slowenien) sowie die jeweils zweimaligen Saisonsiegerinnen Ramona Siebenhofer und Nicole Schmidhofer (beide Österreich).

Aber "die Kira", sagt Kollegin Meike Pfister, "ist eine coole Socke und scheißt sich nix." 

Cheftrainer Jürgen Graller formuliert es so: "Das Mädel bringt für die Abfahrt alles mit. Sie hat enormes Potenzial. Wenn bei ihr alles zusammenpasst, haben wir mit ihr noch viel Freude."

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