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Sölden - Viktoria Rebensburg bleibt beim Weltcup-Auftakt in Sölden weit unter ihren Möglichkeiten. Ihr Chef Wolfgang Maier findet klare Worte.

Viktoria Rebensburg drängte es bereits zum Ausgang, als Alice Robinson noch ihren großen Coup feierte.

Die Augen und damit auch ihre Enttäuschung hatte sie sicherheitshalber hinter einer Sonnenbrille verborgen, die beste deutsche Skirennläuferin war dennoch hörbar genervt von ihrer Leistung beim Auftakt des alpinen Weltcups im österreichischen Sölden: Nur Rang 13, in einem Riesenslalom, in ihrer Lieblingsdisziplin - das setzte ihr zu.

Maier: "Das bin ich nicht gewohnt"

"Ich tue mich schwer, Gründe zu nennen", sagte Rebensburg, "aber das ist kein Wunschkonzert. Ich muss das erst mal sacken lassen, analysieren und dann weitermachen."

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Alpinchef Wolfgang Maier war in seiner Analyse deutlicher: "Wenn man so passiv Ski fährt, was immer auch der Grund dafür war, dann fährt man halt nicht in der Weltspitze mit", sagte er erkennbar enttäuscht und bekannte: "Nicht unter den ersten Zehn, das bin ich von der Vicky nicht gewohnt."

Für die erst 17 Jahre alte Siegerin aus Neuseeland konnte sich Maier dagegen regelrecht begeistern - und damit noch deutlicher machen, was er an Rebensburg vermisste.

Rebensburg rauscht schnell ab

Die beiden Fahrten von Robinson, die beim Weltcup-Finale im März mit Rang zwei hinter Dauersiegerin Mikaela Shiffrin (USA) hatte aufhorchen lassen, waren das Gegenteil dessen, was Rebensburg gezeigt hatte. "Saugut", sagte Maier, "die macht das völlig unkompliziert. Die zieht nicht zurück, die fährt einfach aktiv Ski. Da sieht man, was man damit erreichen kann."

Auch Rebensburg zog den Hut vor Robinson: "Mit ihr ist in Zukunft sicher zu rechnen."

Am 11. November fliegt Rebensburg nach Übersee zum Training, "und dann geht es weiter", sagte sie, bemüht, den Blick nach vorn zu richten. Und sah zu, dass sie schnell vom Berg kam.

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