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Kasai wird beim Weltcup-Auftakt nicht starten
Kasai wird beim Weltcup-Auftakt nicht starten © AFP/SID/JURE MAKOVEC
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Ohne Japans Skisprung-Ikone Noriaki Kasai startete Ende November die neue Weltcup-Saison - das unfreiwillige Ende einer Rekord-Karriere?

Sein Weltcup-Debüt hatte er gefeiert, als Jens Weißflog noch sprang - für die DDR.

Nach über drei Jahrzehnten auf der Schanze scheint nun aber auch der ewige Noriaki Kasai nicht mehr vor dem Zahn der Zeit gefeit: Die aktuelle Weltcup-Saison startete im November ohne Japans scheinbar unverwüstliche Skisprung-Ikone. Sein Heimatverband startete ohne ihn in den Winter - nachdem der 48-Jährige sich zuletzt sportlich nicht mehr empfehlen konnte.

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Oldie Kasai war im vergangenen Winter zum ersten Mal seit seinem Weltcup-Debüt im Winter 1988/89 in einer aktiven Saison - 1993/94 hatte er pausiert - ohne Top-30-Platzierung geblieben, verpasste auch erstmals seit 25 Jahren die Vierschanzentournee.

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Dennoch gab er nicht auf, sein Fernziel lautet Olympia 2022 in Peking, dann wäre er fast 50 Jahre alt.

Noriaki Kasai dreimal im Gunness-Buch der Rekorde

Kasais größter Erfolg war der Gewinn der Skiflug-WM 1992 in Harrachov, bemerkenswert ist seitdem die Langlebigkeit seiner Karriere, die er mit zahlreichen Bestmarken veredeln konnte: Für die Teilnahme an 569 Einzelspringen wurde er 2020 ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen, wie vorher schon auch für seine acht Olympia- und 13 WM-Teilnahmen. Er errang drei Olympia- und sieben WM-Medaillen sowie 14 Einzelsiege im Weltcup. Den Rekord als ältester Sieger eines Weltcupspringens hält er natürlich auch, am 29. November 2014 war er 42 Jahre und 176 Tage alt, als er gemeinsam mit Simon Ammann in Kuusamo triumphierte.

Im selben Jahr fand Kasai auch privates Glück: Er heiratete seine Frau Reina Harima, hat mit ihr inzwischen zwei Kinder.

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