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Rekkles und Fnatic müssen aktuell harte Zeiten durchstehen. © Riot Games

Nach einem erneuten Umbruch in der Off-Season sucht Fnatic intensiv nach der Lösung für die spielerische Flaute. Die IEM wird eine harte Prüfung werden.

Am Freitag beginnt auch für die Fans von League of Legends die Intel Extreme Masters in Katowice. Fnatic sicherte sich mit dem Triumph über H2k-Gaming in der zweiten Woche die Teilnahme, allerdings hatte das Team in der EU LCS insgesamt immer wieder Probleme.

Kritik an Spirit

Nachdem in der Pre-Season klar wurde, dass erneut ein Großteil der Spieler Fnatic verlassen würde, hatten die Fans auf eine Wiederholung der Ereignisse gehofft. Das Lineup von 2015 mit Huni und Reignover übertraf die Erwartungen der Szene bei weitem. Das neue Roster hingegen kämpft mit diversen Problemen.

Jungler Spirit kam mit einer großen Hype-Welle nach Europa. Allerdings konnte der Südkoreaner bisher nicht an seine phänomenalen Leistungen bei Samsung Blue und im Spring Split 2015 bei Team WE anknüpfen.

Mittlerweile ist dieser Hype abgeflacht und auf Portalen wie reddit musste der Jungler für seine häufig durchwachsenen Leistungen Kritik einstecken. Dabei schien es oft so, als wären er und das restliche Team nicht auf einer Wellenlänge. Spirit fokussierte sich in der LCS meistens auf seinen eigenen Jungle, ohne einen Einfluss auf den Verlauf des Spiels zu haben.

Fundamentale Probleme

Auch Rekkles läuft seiner Form vom Vorjahr klar hinterher. Der häufig für seine passive und sichere Spielweise kritisierte AD-Carry ist im neuen Team der Spieler mit der größten LCS-Erfahrung. Er war aber nicht in der Lage, das Lineup in die richtige Richtung zu lenken.

Gamsu, der in einer ersten Partie in der EU LCS noch mit "Olaf" für Highlights sorgte, ist mittlerweile fast nur noch auf Tanks wiederzufinden, sodass auch er nur wenig Druck auf der Map ausübt. Das gesamte Gefüge bei Fnatic scheint fundamental nicht richtig zu funktionieren. Die 0:13-Pleite gegen Splyce zum Ende der sechsten LCS-Woche war der traurige Tiefpunkt des neuen Fnatic-Lineups.

Mit dem Wechsel von Noxiak zu Klaj hatte die Organisation versucht, einen kleinen Neuanfang zu starten und eine bessere Synergie herzustellen, als zuvor. Schon Noxiak selbst hatte nach seinem Aus erklärt, dass sich sein Zusammenspiel mit Rekkles und Spirit in der Zeit bei Fnatic kaum verbessert habe.

Schwierige IEM-Gruppe

Nach sieben Spielwochen sind die Fortschritte von Fnatic im Vergleich zum Jahresanfang nur marginal. In der LCS befindet sich der Rekord-Champion der Region nur auf Platz fünf und läuft den Top-Teams spielerisch klar hinterher.

Bei den Intel Extreme Masters in Katowice lautet der erste Gegner Qiao Gu Reapers aus China. Das Team reist mit sieben gewonnenen und nur einem verlorenen Best-of-Three in der LPL nach Polen.

Qiao Gu erreichte bei den IEM in Köln den zweiten Platz. © ESL - Helena Kristiansson

Die große Stärke von Qiao Gu liegt dabei in den Team-Fights. Trotz zweier Koreaner scheint das Lineup eine deutlich bessere Kommunikation als viele andere an den Tag zu legen. So gelang es QG bereits mehrfach, einen Rückstand umzubiegen und den Sieg einzufahren.

Fnatic ist Außenseiter

Sie zählen damit in Katowice zu den Favoriten auf dem Titel. Selbst der zweite Platz wird für den Vertreter aus Europa ein schweres Unterfangen, denn in der anderen Partie treffen Worlds-Sieger SK Telecom T1 und Nordamerikas "Team der Stunde" Counter Logic Gaming aufeinander.

Es scheint im Vorfeld so, als wäre Fnatic in Gruppe B der große Außenseiter. Allerdings bewiesen Spieler unter dem Banner der Organisation bei Turnieren oft genug, dass sie im Ernstfall Höchstleistungen abrufen können. Diese wird Fnatic am Samstag zweifelsfrei benötigen.

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