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Das erste Mid-Season Invitational im Jahr 2015 fand in Nordamerika statt. © Riot Games

Shanghai - Am Mittwoch startet das Mid-Season Invitational 2016. Der europäische Vertreter G2 Esports muss direkt am ersten Tag gegen SK Telecom T1 ran.

Vom 4. bis zum 15. Mai werden in Shanghai sechs Teams um insgesamt 450.000 US-Dollar Preisgeld und den Titel beim zweitwichtigsten internationalen Turnier des Jahres in League of Legends spielen. Als Sieger der EU LCS tritt unter anderem auch G2 Esports erstmals außerhalb der eigenen Region an.

Hartes Auftaktprogramm

In den Play-Offs der EU LCS beantwortete G2 Esports eindrucksvoll die Frage, ob das Team nach dem ersten Platz in der regulären Saison auch in Best-of-Fives bestehen könnte. Nach dem Titelgewinn, mit dem vor Beginn des Splits kaum jemand gerechnet hätte, stellt sich nun die Frage, ob das Team diese Leistungen auch international abrufen kann.

Der Mittwoch wird die Antwort liefern, denn neben den Flash Wolves aus Taiwan, die 2015 international nicht zu unterschätzen waren, trifft G2 im fünften Spiel des Tages auf den aktuellen Weltmeister SK Telecom T1. Alle Augen werden sich bei dieser Partie auf das Mid-Lane-Duell zwischen Youngster PerkZ und Super-Star Faker fokussieren.

Das letzte Mal, dass SKT ein Game gegen ein westliches Team verlor, war im Halbfinale des vergangenen MSIs gegen Fnatic. Nach dem beeindruckenden Lauf bei der IEM World Championship in Katowice fanden die Koreaner in die Erfolgsspur zurück und sicherten sich in einem hochklassigen Finale der LCK gegen die ROX Tigers mit 3:1 den dritten regionalen Titel in Folge.

CLG will sich international beweisen

Counter Logic Gaming konnte in der NA LCS seinen Titel verteidigen, doch auf internationaler Ebene wusste das Urgestein der League of Legends-Szene in den vergangenen Jahren nicht zu überzeugen. Nur zwei Monate nach den enttäuschenden Auftritten in Katowice bekommen Aphromoo und Co. eine weitere Chance, auch außerhalb der eigenen Region zu glänzen.

Mata, Weltmeister von 2014, wird der erste Gegner von CLG sein. © Riot Games

Erster Gegner der Nordamerikaner wird LPL-Vertreter Royal Never Give Up im Eröffnungsmatch des Turniers sein. Das chinesisch-koreanische Lineup setzte sich, entgegen der Erwartungen, mit 3:1 gegen EDward Gaming durch und wird ebenfalls darauf aus sein, sich besser als bei den Intel Extreme Masters in Polen zu präsentieren.

In der vierten Partie des Tages kommt es zudem zum Duell mit den Flash Wolves, die bei der vergangenen WM in der gleichen Gruppe wie CLG waren. Das erste Best-of-One ging an den Sieger der NA LCS, doch den Taiwanesen gelang im Rückspiel die Revanche.

Wer stolpert über das Wildcard-Team?

Auch dieses Jahr kommt mit SuperMassive eSports das Wildcard-Team aus der Türkei. Mit Dumbledoge und Thaldrin kehren sogar zwei Akteure vom ehemaligen Beşiktaş e-Sports Club zurück zum MSI. Im Vorjahr gelang Dumbledoge der erste Kill des Turniers auf Faker. Gleichzeitig war dies auch mehr oder weniger das einzige Highlight des Teams, das kein einziges Game gewinnen konnte.

In diesem Jahr erhält der Vertreter der kleineren Regionen anstelle von fünf sogar zehn Partien, in denen er zum Stolperstein für die vermeintlich stärkeren Teams werden kann. Obwohl wohl niemand mit dem Einzug ins Halbfinale rechnet, so könnte SuperMassive eSports den Teams, die um die Plätze hinter SKT kämpfen, gefährlich werden und über Aus oder Play-Offs entscheiden.

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