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Vor dem Turnier hatte kaum jemand Samsung Galaxy den Finaleinzug zugetraut © Riot Games

Samsung Galaxy fordert Titelverteidiger SK Telecom T1 im Finale der Weltmeisterschaft. Das Team spielte sich mit zehn Siegen in Folge ins Endspiel.

Samsung Galaxy war einer der überraschenden Teilnehmer der diesjährigen League of Legends Weltmeisterschaft. Dass sich das Team bei den südkoreanischen Regional Finals gegen KT Rolster durchsetzen würde, hatten die wenigsten Experten im Vorfeld erwartet. Seitdem legte das Team eine bemerkenswerte Entwicklung hin.

Samsung wurde im Vergleich zu den beiden anderen koreanischen Teilnehmern, SK Telecom T1 und den ROX Tigers, als deutlich schwächer angesehen. Im Laufe des Turniers straften die Spieler ihre Kritiker Lügen.

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Nach einer etwas holprigen Hinrunde in der Gruppenphase siegte Samsung ohne Probleme in allen drei Rückrundenpartien gegen Team SoloMid, Splyce und Royal Never Give Up. Im Viertel- sowie Halbfinale fertigten die Koreaner Cloud9 aus Nordamerika und H2k-Gaming aus Europa jeweils mit 3:0 ab und stehen verdient im Finale.

Mit Kontrolle und Geduld zum Erfolg

Auch wenn Samsung Galaxy einige Partien von Anfang an dominierte und den Gegner in unter 30 Minuten schlagen konnte, so liegt die Stärke des Teams ganz klar in der späteren Phase des Spiels – dem Late-Game.

Das Lineup bewies eine exzellente Entscheidungsfindung, was vielen anderen Teams oftmals schwer fällt. Immer wieder konnten Ambition und seine Mitspieler dabei beobachtet werden, wie sie eine Situation in Sekundenschnelle richtig einschätzten und anschließend mit einem Vorteil aus dieser Angelegenheit herausgingen, beispielsweise mit einem zerstörten gegnerischen Tower mehr.

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Besonders auffällig ist zudem, wie gut das Team ist, wenn es darum geht, die eigene Sicht im und am Baron-Pit aufrechtzuerhalten, wenn es nötig ist. Dadurch bietet Samsung dem Gegner kaum Gelegenheiten, die Koreaner in einen unvorteilhaften Team-Fight zu ködern.

Gleichzeitig schafften es die Spieler selbst immer wieder, den Baron-Buff ohne Risiko zu sichern. Dies war insbesondere im Halbfinale gegen H2k-Gaming zu sehen.

Crown: Der Fels in der Brandung

Bei einem Blick auf das Lineup von Samsung Galaxy fällt auf, dass keiner der Spieler eine wirkliche Schwachstelle darstellt. Ruler konnte zwar im Summer Split der koreanischen LCK dabei beobachtet werden, wie er das ein oder andere Mal schlecht positioniert war, doch diese Tendenzen nahmen im Laufe der Weltmeisterschaft immer weiter ab. Zudem leistete sich Ambition immer wieder fragwürdige Invades in den gegnerischen Jungle, die nicht unbestraft blieben. Insgesamt betrachtet ist das Quintett trotzdem sehr solide.

Mid-Laner Crown sticht dabei als Konstante heraus. Sein Champion-Pool passt perfekt zum aktuellen Meta. In zehn der zwölf Games spielte er Viktor, Ryze sowie Cassiopeia mit großem Erfolg, wobei Crown insbesondere für den erstgenannten Champion bekannt ist. Nur in seltenen Fällen kann guten Gewissens gesagt werden, dass ein Spieler einen bestimmten Champion gemeistert hat. Das Beispiel Crown und Viktor ist einer dieser Fälle.

Dem 21-Jährigen gelingt es so gut wie immer, im Spiel relevant zu bleiben, egal, wie sehr ihn die Gegner fokussieren und versuchen, früh aus dem Spiel zu nehmen. Mit seinen besten Champions beeinflusst Crown die Team-Fights im Late-Game massiv und ist der Fels in der Brandung für Samsung. Er wird in Top-Form sein müssen, um Titelverteidiger Faker und SK Telecom T1 in Bedrängnis zu bringen.

Samsung Galaxy und SK Telecom T1 treffen am Sonntag, dem 30. Oktober 2016, im Finale der League of Legends World Championship im Staples Center in Los Angeles aufeinander. SPORT1 überträgt das Endspiel ab 00:30 Uhr in Zusammenarbeit mit Summoner's Inn  LIVE im Free-TV.

Live-Video von SummonersInnLive auf www.twitch.tv anzeigen
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