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Faker und SK Telecom T1 sind die Rekordweltmeister in League of Legends © Riot Games

Fnatic, Taipei Assassins, SKT und Samsung White konnten bislang die begehrteste LoL-Trophäe der Welt gewinnen. SPORT1 blickt zurück auf die Weltmeister.

Von Maximilian Eichgrün

2011: Die erste Weltmeisterschaft

Die erste World Championship konnte sich das europäische Lineup von Fnatic sichern. Das legendäre Team um xPeke, Shushei, Cyanide, Lamia und Mellisan setzte sich im Finale gegen against All authority mit dem damaligen AD-Carry YellOwStaR durch.

Insgesamt acht Teams nahmen an dem Turnier in Schweden teil: Jeweils drei wurden von Europa und Nordamerika gestellt, die restlichen beiden kamen aus Singapur bzw. den Philippinen. Südkorea hatte damals noch nicht einmal einen eigenen Server.

2012: Überraschungssieger aus Taiwan

In Season 2 waren erstmals auch Taiwan, Südkorea und China unter den insgesamt 12 Teams bei der Weltmeisterschaft vertreten. Überraschend holte das taiwanesische Lineup der Taipei Assassins mit Stanley, Lilballz, Star Mid-Laner Toyz, BeBe und MiSTakE den Titel.

Auf dem Weg ins Endspiel bekamen es die Taiwanesen im Halbfinale mit dem Titelfavoriten Moscow Five aus Russland zu tun. Die spannende Serie gegen die Stars um Alex Ich entschied TPA für sich, das dann auch im Finale gegen die Südkoreaner von Azubu Frost die Nase vorne hatte.

Somit durfte TPA in Los Angeles den Worlds-Pokal in die Höhe strecken.

2013: Der Aufstieg von Faker

Mit den Worlds der Season 3, die erneut in Nordamerika stattfanden, begann die südkoreanische Ära: SK Telecom T1, das als einer der Titelfavoriten in die Weltmeisterschaft ging, erwies sich als stärkstes der 14 Teams. Es war der erste internationale Auftritt von Mid-Lane-Superstar Faker, der sich bei dem Turnier sofort einen Namen machte.

Neben Faker waren auch Impact und Piglet, die heute in Nordamerika spielen, sowie bengi und PoohManDu Teil des Lineups. In der Gruppenphase musste SKT nur ein Spiel abgeben, in der K.O.-Phase wurde nur das Halbfinale zur echten Bewährungsprobe: Der Gegner hieß NaJin Black Sword.

Doch auch gegen den südkoreanischen Rivalen siegten Faker und Co. mit 3:2. Chinas Royal Club war im Finale beim 0:3 dann chancenlos. Faker und SKT waren damit aber noch lange nicht zufrieden.

2014: Heim-WM für Südkorea

Im Folgejahr schaffte es SK Telecom T1 allerdings nicht zum wichtigsten LoL-Turnier der Welt. Erstmals waren 16 Teams bei den Worlds vertreten, mit Südkorea wurde das Mutterland des eSports zum Austragungsort für die Playoffs.

Weltmeister wurde das Gespann, das heutzutage von vielen Fans und Experten als bestes Team aller Zeiten angesehen wird: Samsung Galaxy White. Looper, DanDy, PawN, imp und Mata überrollten auf dem Weg zum Titel alles und jeden.

Das vorgezogene Finale fand erneut in der Runde der letzten Vier statt: Mit Samsung Galaxy Blue stellte sich SSW das eigene Schwesterteam entgegen, das eigentlich als Favorit in die Partie ging. Der 3:0-Sieg von Mata und Co. wurde dadurch umso beeindruckender.

Beim Endspiel im Seoul-World-Cup-Stadium feierten die südkoreanischen Fans ausgelassen ihr Team, das Star Horn Royal Club mit 3:1 besiegte.

2015 & 2016: SKT schreibt Geschichte

Sowohl bei den Worlds der Season 5 in Europa als auch der Season 6 in Nordamerika hatte erneut SK Telecom T1 um Faker die Nase vorne. 2015 spielten MaRin, bengi, Ersatz-Mid-Laner Easyhoon, Bang und Wolf an seiner Seite.

SKT ließ keine Zweifel an der eigenen Dominanz aufkommen: Die Südkoreaner siegten in 15 von 16 Spielen und mussten nur im Finale in der Berliner Mercedes-Benz Arena ein Game an Smebs KOO Tigers abgeben.

2016 reiste SKT mit Duke und Blank zur Weltmeisterschaft. Die Besonderheit: Nicht der zweifache Weltmeister, sondern die ROX Tigers galten als Titelfavorit.

SKT bewies abermals die eigene Weltklasse und schaffte es, ROX in einem hochklassigen Halbfinale auszuschalten. Den sicher geglaubten Titel versuchte Samsung Galaxy dann noch zu verhindern: Den 0:2-Rückstand im Finale holte der Underdog auf, verlor das entscheidende Game dann aber und für Faker und SKT war es der dritte WM-Titel.

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