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München - Die Bundesliga verzaubert am 21. Spieltag mit einem Fußball-Feuerwerk. SPORT1 nennt fünf Gründe, was die Weltmeister-Liga so besonders macht.

Besser hätte die Bundesliga nicht antworten können.

Der 21. Spieltag - ein Konter nach dem milliardenschweren TV-Deal der englischen Premier League. Eine prompte Bestätigung der Aussage von DFL-Boss Christian Seifert, der die Qualität in der vergangenen Woche nachdrücklich gepriesen hatte.

Die Weltmeister-Liga hält, was der Name verspricht. Was sie so stark macht, so besonders? SPORT1 nennt fünf Gründe.

Emotionen pur

Erst die Einstimmung beim 4:2 von Borussia Dortmund am Freitagabend gegen Mainz.

Dann der Samstagnachmittag mit einem Fußball-Feuerwerk der Gefühle. 26 Tore in fünf Spielen. Dabei das verrückte 5:4 des VfL Wolfsburg in Leverkusen - Vierfachtorschütze Bas Dost inklusive. Dabei das 8:0 des FC Bayern gegen den Hamburger SV. Dabei drei spielentscheidende Treffer in der Nachspielzeit in Leverkusen, Gladbach und Sinsheim.

Die Konferenz bediente die gesamte Palette an Emotionen, gebündelt auf etwas mehr als 90 Minuten. Nicht gestückelt und gestreckt, sondern pur!

Stelldichein der Stars

Die Weltmeister sind der Bundesliga bis auf Toni Kroos treu geblieben.

Die Vertragsverlängerung von Marco Reus in Dortmund ist nicht nur ein Signal für den BVB, sondern auch für die Liga. Lockrufe von Klubs wie Real Madrid sorgen nicht mehr zwangsläufig für einen Aderlass. Die Liga hat ihren eigenen Reiz, ihren eigenen Wert.

Die Vereine sind wirtschaftlich gesund. Dies gilt natürlich in erster Linie für den FC Bayern mit seinem Starensemble um die Weltmeister Thomas Müller, Mario Götze, Bastian Schweinsteiger, Jerome Boateng, Philipp Lahm und Manuel Neuer sowie einem Arjen Robben. Aber auch Dortmund und Wolfsburg sind wirtschaftlich gefestigt.

Im neuen Wolfsburger Andre Schürrle kehrte im Winter sogar ein Weltmeister vom FC Chelsea nach Deutschland zurück, wirbelt dort an der Seite eines Kevin De Bruyne.

Die Arenen

Die Anziehungskraft der Liga ist weltweit einzigartig. Mit einem Schnitt von 43.173 Zuschauern lag Deutschland in der vergangenen Saison erneut weit vor England (36.589) und Spanien (26.867).

51.127 Zuschauer im Schnitt bei den ersten sieben Begegnungen des verrückten 21. Spieltages bildeten einen passenden atmosphärischen Rahmen.

Choreografie bei Eintracht Frankfurt gegen FC Schalke 04
Die Fans von Eintracht Frankfurt überzeugen mit einer bildgewaltigen Choreografie © Getty Images

Die Folgen der WM 2006 im eigenen Land sind weiter positiv zu spüren. Alle Stadien sind modern, bis auf das Berliner Olympiastadion handelt es sich ausschließlich um reine Fußball-Arenen. Gut für die Stimmung.

Einziger Wermutstropfen am Samstag war der Platzsturm Kölner Fans beim Rheinderby in Gladbach.

Spektakel der Plastikklubs

Debatte um Plastikklubs hin oder her: Auch Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim liefern regelmäßig Offensivspektakel ab.

An Unterhaltungswert wohl kaum zu toppen war der Wolfsburger 5:4-Sieg in Leverkusen.

Zudem sorgen die Wolfsburger mit acht Punkten Rückstand auf den FC Bayern dafür, dass der Titelkampf zumindest etwas spannend bleibt.

International schlagkräftig

International ist die Bundesliga schlagkräftig wie nie zuvor.

Mit den Bayern, Dortmund, Schalke und Leverkusen in der Champions League sowie Wolfsburg und Gladbach in der Europa League schafften es erstmals alle sechs deutsche Mannschaften in die K.o.-Phase. Die Klubs gewinnen weiter an Renommee und finanzieller Nachhaltigkeit.

Ab Dienstag wird es in Europa ernst. Die Bundesliga ist auf jeden Fall auf Betriebstemperatur.

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