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Ralf Rangnick (l.) war als Trainer von 1899 Hoffenheim an Holger Badstuber und Thomas Müller interessiert © SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann/Getty Images / Imago

München - Zu Hoffenheimer Zeiten klopfte der heutige RB-Boss bei zwei Bayern-Stars an. Der eine stand kurz vor der Unterschrift. Dann legte dessen Entdecker sein Veto ein.

Es sind nicht mal mehr drei Wochen, dann erlebt die Bundesliga ein Déjà-vu. Ralf Rangnick gegen den FC Bayern im Kampf um die Herbstmeisterschaft.

Das alles hat es schon einmal gegeben. Damals, 2008 mit Hoffenheim. Diesmal ist es Aufsteiger RB Leipzig, mit dem Rangnick dem Rekordmeister Punkte abnehmen will. 

Es gab Zeiten, da hätte Rangnick dem Rekordmeister beinahe noch viel mehr abgenommen als Punkte. Mit der Herbstmeisterschaft im Rücken lotete der damalige Hoffenheimer Trainer Anfang 2009 einen Transfercoup mit den Münchnern aus.

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Rangnick an Müller und Badstuber dran

Rangnicks Wunschspieler: Holger Badstuber und Thomas Müller, damals noch im zweiten Glied der Bayern.

Im neu erschienenen Buch "Thomas Müller - Das Phänomen" von Autor Jörg Heinrich erinnert sich der heutige Leipziger Sportdirektor: "Wir waren mit beiden einig, sie wollten kommen."

Allein der FC Bayern spielte nicht mit. Bei Badstuber handelte sich Rangnick ziemlich schnell einen Korb ein, so rekonstruiert es Autor Heinrich in der Biografie. Doch Müller soll seinerzeit kurz vor einer Vertragsunterzeichnung bei Hoffenheim gestanden haben. 

Drei Millionen für Müller zu viel

Der Deal scheiterte letztlich am Geld. Drei Millionen Euro verlangten die Münchner damals für Müller - zehn Mal mehr als sein damaliger Marktwert. 

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Mit Rückblick auf die damaligen Verhandlungen bekennt Rangnick in dem Buch: "Das war uns damals zu viel." Heute erhalten die Bayern 100-Millionen-Angebote für Müller.

Vielleicht hatte seinerzeit aber auch ein Mann, auf dessen Wort noch gehört wird beim Rekordmeister, im richtigen Moment sein Veto eingelegt. 

Als der damalige Nachwuchstrainer Hermann Gerland von der Offerte von Müller erfuhr, soll er Uli Hoeneß angefleht haben, das Sturmtalent zu halten. Autor Heinrich beschreibt das Gesuch wie folgt: "Uli, der schießt dir Tooooooore!"

Gerland setzte sich durch, Müller erhielt wenig später einen Profivertrag bei den Bayern. Es folgte sein kometenhafter Aufstieg unter Louis van Gaal. 

In Hoffenheim werden sie sich schwarz geärgert haben.

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