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Die Bundesliga legt im Europapokal einen historischen Fehlstart hin und rutscht in der Fünfjahreswertung ab. Dennoch besteht kein Anlass zur Sorge.

1:3 gegen Real Madrid, 0:2 gegen Besiktas Istanbul und 0:3 gegen Paris Saint-Germain:

Der zweite Spieltag der Champions-League-Gruppenphase ist alles andere als nach dem Geschmack von Borussia DortmundRB Leipzig und dem FC Bayern verlaufen.

Erstmals seit November 2014 verloren alle deutschen Mannschaften an einem Spieltag in der Gruppenphase der Königsklasse.

Auch in der UEFA Europa League gingen die Deutschen Vertreter am Donnerstag leer aus. Nachdem der 1. FC Köln zu Hause gegen Roter Stern Belgrad und Hertha BSC in Östersund verlor, machte die TSG Hoffenheim die Null-Punkte-Woche der deutschen Teams in Europa mit einer Niederlage bei Ludogorets Razgrad perfekt.

Zum ersten Mal seit 1981 haben die deutschen Teams damit sechs Europacup-Spiele in drei Tagen verloren. Damals musste sich das Sextett sogar nur an einem einzigen Tag sechsmal geschlagen geben, hinzu kam ein Unentschieden. Seit Einführung von Champions und Europa League erlebten die deutschen Klubs noch nie ein derartiges Debakel.

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Historischer Fehlstart schlimm für Fünfjahreswertung?

Insgesamt ist es der schlechteste Start der Bundesliga-Klubs im Europapokal.

In 16 Spielen - inklusive Qualifikation für Champions League und Europa League - gab es bislang nur zwei Siege. Neben den Bayern (3:0 gegen Anderlecht) gewann nur der SC Freiburg das Quali-Hinspiel gegen NK Domzale (1:0). Nach der 0:2-Niederlage im Rückspiel war aber noch vor der Gruppenphase Schluss auf europäischer Bühne.

Wegen des schwachen Abschneidens verdrängte bereits im September England in der Fünfjahreswertung Deutschland von Platz zwei, nun zog auch Italien an der Bundesliga vorbei.

Dennoch besteht aktuell kein Grund zur Sorge, schließlich garantiert die UEFA den vier bestplatzierten Ligen zur kommenden Saison vier feste Startplätze in der Champions League. Das heißt, die Bundesliga müsste bis auf Platz fünf abrutschen.

Dort befindet sich aktuell die französische Ligue 1, der Vorsprung der Bundesliga ist mit gut 14 Punkten allerdings sehr komfortabel.

Schwarze Bayern-Bilanz in Paris

Für die Bayern war die Pleite gegen Paris am Mittwoch sogar die höchste aller Zeiten in der Gruppenphase.

"Dass wir 3:0 in der Champions League verlieren, das sind wir nicht gewohnt. Das ist nicht der FC Bayern", sagte Routinier Arjen Robben folgerichtig nach dem Schlusspfiff bei Sky.

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Obendrein verdüsterte sich die schwarze Bilanz des Rekordmeisters in der französischen Hauptstadt. Die Münchner scheiterten auch im vierten Versuch daran, etwas Zählbares aus dem Prinzenpark von PSG mitzunehmen. Die Folge: Am Donnerstag wurde Trainer Carlo Ancelotti von seinen Aufgaben entbunden.

In der UEFA Europa League warten die TSG Hoffenheim, Hertha BSC und der 1. FC Köln nach zwei Spieltagen noch auf einen Sieg.

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