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Anthony Modeste jubelte mit einem Trikot seines verletzten Teamkollegen Leonardo Bittencourt © imago

Köln - Im Pokal-Duell der beiden formstarken Bundesligisten behält Köln trotz Rückstandes die Oberhand. Modeste sorgt in der Nachspielzeit für die Entscheidung gegen Hoffenheim.

Anthony Modeste hat den 1. FC Köln im ersten DFB-Pokal-Heimspiel seit fast sechs Jahren ins Achtelfinale geführt.

Der französische Top-Torjäger entschied das Zweitrundenduell der Bundesliga-Überraschungsteams gegen die TSG Hoffenheim mit seinem Tor zum 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung. Zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren stehen die Kölner damit in der Runde der besten 16.

Risse kontert Hübner

Benjamin Hübner (8.) hatte im Anschluss an einen Eckball per Kopf für die frühe Hoffenheimer Führung gesorgt, der FC konterte durch einen sehenswerten Freistoßtreffer von Marcel Risse (36.). In der Verlängerung avancierte Modeste (91.) zum Helden des Abends.

Kölns Trainer Peter Stöger musste beim ersten Pokal-Heimspiel seit 2135 Tagen auf das verletzte Offensiv-Duo Yuya Osako und Leonardo Bittencourt verzichten. Er brachte dafür Artjoms Rudnevs im Sturmzentrum und Simon Zoller auf der linken Seite.

Die beiden hatten aber zunächst ebenso wenig Bindung zum Spiel wie Torjäger Modeste, da Hoffenheim mit dem Ex-Kölner Kevin Vogt in der Abwehrzentrale hervorragend verteidigte und kaum Lücken anbot. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Hoffenheim zunächst abgezockter

Bei eigenem Ballbesitz wartete 1899 geduldig auf Räume und schaltete dann immer wieder schnell um. So wirkte das Team von Trainer Julian Nagelsmann gerade in der Anfangsphase ballsicherer und abgezockter. Hübner nutzte gleich die erste Chance der Partie zum 1:0, das den Gästen in die Karten spielte.

Der FC, bei dem Nationalspieler Jonas Hector wieder ins Mittelfeldzentrum gerückt war, hatte anfangs große Mühe, strukturiert nach vorne zu spielen. (Ergebnisse und Spielplan)

Immer wieder schlichen sich Abspielfehler ein - zu Torchancen wie durch Konstantin Rausch (27.), Modeste und Kapitän Matthias Lehmann (beide 31.) kam der FC meist nach Einzelaktionen. Der aufmerksame TSG-Keeper Oliver Baumann war bei den Distanzschüssen aber zur Stelle.

Geißböcke kämpfen sich zurück

Köln kämpfte sich aber nun immer besser in die Partie, und wenig später war auch Baumann geschlagen: Risse schoss einen Freistoß aus knapp 30 Metern unhaltbar in den Winkel, und Modeste (42.) hätte fast das 2:1 besorgt.

In der zweiten Halbzeit erhöhte der FC den Druck immer mehr, während Hoffenheim das große Risiko scheute. Immer wieder brachte der starke Risse den Ball scharf vors Tor, Modeste (56.), Pawel Olkowski (61.) und Risse (76.) hatten weitere Chancen.

Auf der Gegenseite war Timo Horn bei Nadiem Amiris Schuss (66.) zur Stelle. (Statistiken zum Spiel)

Modeste steht goldrichtig

Daran änderte sich auch im weiteren Verlauf der Partie nichts - der FC investierte viel und hatte mehr Ballbesitz. Hoffenheim verteidigte geschickt und lauerte auf die eine entscheidende Aktion.

Fast folgerichtig ging es mit dem 1:1 in die Verlängerung. Kaum hatten die zusätzlichen 30 Minuten begonnen, stand Modeste goldrichtig und drückte den Ball aus wenigen Metern über die Linie.

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