vergrößernverkleinern
Eintracht Frankfurt v FC Ingolstadt - DFB Cup
Shani Tarashaj (r.) und Eintracht Frankfurt setzten sich gegen den FCI durch © Getty Images

Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurts Höhenflug geht weiter. In einem müden Kick vor Geisterkulisse und in Unterzahl behaupten sich die Hessen gegen Ingolstadt im Elfmeterschießen.

Trotz Geisterkulisse hat Bundesligist Eintracht Frankfurt seinen erfolgreichen Lauf auch im DFB-Pokal fortgesetzt und steht erstmals seit drei Jahren wieder im Achtelfinale.

Die Hessen besiegten den Ligarivalen FC Ingolstadt nach torlosen 120 Minuten mit 4:1 im Elfmeterschießen. Den entscheidenden Strafstoß verwandelte Makoto Hasebe, nachdem zuvor die Ingolstädter Romain Bregerie und Moritz Hartmann verschossen hatten.

Einziger Wermutstropfen in die Frankfurter Freude: Spielmacher Marco Fabian sah nur 25 Minuten nach seiner Einwechslung wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (88.).

Gespenstische Kulisse, schwache Partie

Für Ingolstadt bleibt der Pokal kein gutes Pflaster. Die in der Bundesliga-Saison noch sieglosen Schanzer schieden nach zwei Erstrundenpleiten in den vergangenen beiden Jahren jetzt in der zweiten Runde aus. (Ergebnisse und Spielplan)

Der Rahmen der Begegnung war ungewöhnlich: Wegen der Randale von Eintracht-Fans im Spiel der 1. Runde beim 1. FC Magdeburg wurden nur 15.000 Tickets zum Verkauf angeboten - es kamen dann sogar nur 6127 Zuschauer in die Arena, die 51.500 Besucher fasst.

Und die verloren wirkenden Besucher sahen eine allenfalls mittelmäßige Partie, in der die Gastgeber zwar überlegen, aber zunächst wenig zwingend agierten. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Ingolstadt defensiv, Frankfurt ideenlos

Besonders die zündenden Ideen des zuletzt überragenden Spielmachers Marco Fabian fehlten. Der Mexikaner saß zunächst nur auf der Bank, Kapitän Alexander Meier (Gesäßmuskel-Zerrung) stand nicht im Kader.

Mijat Gacinovic (6.) und Haris Seferovic (10.) kamen auf Seiten der Eintracht schon früh zu Chancen. Doch während der Serbe knapp am langen Eck vorbeischoss, scheiterte der Schweizer an FCI-Keeper Martin Hansen. 

Ingolstadt suchte sein Heil meist in Kontern. So auch in der 25. Minute, als der Australier Mathew Leckie (25.) nur knapp über den Eintracht-Kasten köpfte. Frankfurt drängte seinen Gegner zwar auch in der Folge weit in die eigene Hälfte, doch der Pass in die Tiefe blieb lange Zeit aus.

Fabian sieht Rot

Ingolstadts Coach Markus Kauczinski hatte seine Mannschaft kräftig durcheinandergewirbelt und im Vergleich zum 3:3 gegen Borussia Dortmund am vergangenen Spieltag auf sieben Positionen umgestellt.

Sein Team startete dann auch äußerst couragiert in die zweite Hälfte. Pascal Groß prüfte mit einem Flachschuss Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky (49.). Die Hessen wurden in Gestalt von Shani Tarashaj (54./58.) gefährlich. (Statistiken zum Spiel)

Nach gut einer Stunde wurde dann Hoffnungsträger Fabian eingewechselt, um für die spielerische Linie zu sorgen. Doch der Mexikaner erwies seinem Team einen Bärendienst, als er nach wiederholtem Foulspiel an Anthony Jung (88.) vom Platz musste.

In der Verlängerung riskierten beide Teams endlich mehr. Die Highlights: Leckie verfehlte das leere Eintracht-Gehäuse (110.) und Frankfurts Seferovic hämmerte einen wuchtigen Kopfball kurz später nur an die Latte (112.).

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel