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Mainz - Die beiden deutschen Teams Mainz 05 und Schalke 04 absolvieren ihre ersten Spiele in der diesjährigen Europa-League-Saison. SPORT1 fasst die Stimmen zusammen.

Der FSV Mainz 05 hat zum Auftakt der Gruppenphase in der UEFA Europa League einen Sieg gegen die AS Saint-Etienne knapp verpasst.

Drei Minuten vor Spielende kassierten die Mainzer gegen den französischen Rekordmeister noch den Ausgleich zum 1:1. Dementsprechend groß war die Enttäuschung.

Der FC Schalke 04 hat derweil einen knappen Sieg gegen OGC Nizza gefeiert. Die Knappen schlugen das Team von Trainer Lucien Favre mit 1:0.

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Das entscheidende Tor erzielte Neuzugang Abdul Rahman Baba mit einem harten linken Streich ins kurze Eck.

SPORT1 hat die Stimmen zu beiden Spielen zusammengefasst. (Ergebnisse und Spielplan)

OGC Nizza gegen Schalke 04

Schalke-Manager Christian Heidel: "Nach dem Tor ist uns ein großer Stein vom Herzen gefallen. Man kennt das ja im Fußball: Eine Mannschaft ist drückend überlegen und kassiert dann trotzdem noch das Gegentor. Deshalb waren wir nach der Führung sehr erleichtert. Wir haben es Nizza im gesamten Spiel sehr schwer gemacht. Es war im Grunde ein Spiel auf ein Tor. Ich glaube nicht, dass Nizza eine schwache Mannschaft ist, sondern dass wir heute einfach sehr stark waren. Dass wir einen Spieler wie Max Meyer von der Bank bringen können, ist natürlich toll. Das zeigt, dass wir eine hohe Qualität haben."

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Linksverteidiger Abdul Rahman Baba: "Wir haben sehr gut gespielt und uns einige Chancen erarbeitet. Nizza hat es trotzdem gut gemacht. Die Mannschaft hat sehr tief gestanden, und das ist immer schwer. Wir wollen so weit kommen wie möglich."

Nizza-Trainer Lucien Favre: "Ich habe schnell gemerkt, dass heute nur ein 0:0-Unentschieden für uns drin ist. Schalke hat sehr gut gespielt. Die Mannschaft ist sehr stark - technisch wie athletisch. Sie haben sich auf dem flachen Rasen viel besser zurechtgefunden."

Zur Leistung Mario Balotellis: "Es wird noch dauern, bis er bei 100 Prozent ist. Er hat seit Monaten nicht gespielt, deshalb kann er noch nicht auf der Höhe sein. Er muss sich mehr bewegen, wenn wir den Ball erobern. Er muss Fortschritte machen. Wenn nicht, wird´s schwer."

Nizza-Innenverteidiger Dante: "Wir müssen den Kopf oben behalten und konzentriert bleiben. Wir müssen ans Weiterkommen glauben."

Mainz 05 gegen AS Saint-Etienne

Trainer Martin Schmidt: "Das Kopfballduell vor dem Tor zwischen Stefan Bell und Alexander Söderlund war ein Foul. Es gibt schon zu Denken. Vor dem Spiel hätten wir gesagt: Ein Punkt ist nicht das schlechteste. Wenn das Unentschieden so zustande kommt, kaut man schwer daran. Es ist ein Zeichen dafür, dass wir noch nicht so weit sind. Wenn ich das ganze Spiel sehe, sehe ich eine sehr gute erste Halbzeit. Wir haben gut gepresst und Saint Etienne nicht ins Spiel kommen lassen. Man hat gesehen, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Irgendwann sind wir in der Verteidigungsarbeit aber müde geworden. Uns hat das letzte Quäntchen Glück gefehlt." (Tabelle)

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Rechtsaußen Christian Clemens: "Sich kurz vor Schluss den Ausgleichstreffer zu fangen, ist sehr ärgerlich. Wir hätten den zweiten Treffer drauf setzen müssen. Saint Etienne hat mit langen Bällen gespielt und vorne hatten sie drei vier Ochsen drinnen. Ich hoffe, dass wir aus den Fehlern lernen und daraus gestärkt hervorkommen."

Innenverteidiger Stefan Bell: "Das war die erste Szene im Spiel, wo wir ein bisschen schlechter verteidigt haben. Da haben wir momentan das Pech, dass so etwas sofort zum Tor führt. Wir haben heute mit einer guten Leistung einen Punkt geholt, darauf können wir aufbauen. Wir haben es uns verdient, ein Jahr europäisch zu spielen. Wir müssen aber bedenken, dass die Bundesliga unsere Kernaufgabe ist und die Europa League nur eine Bonusrunde."

Torschütze Niko Bungert: "Wir haben viel Kontrolle im Spiel gehabt. Am Ende haben wir uns um die drei Punkte als Belohnung gebracht. Jetzt ist der Frust da, dass wir nur ein Unentschieden haben."

Präsident Harald Strutz: "Dieses Tor hat uns kalt erwischt. Die Mannschaft hat sich aber hervorragend präsentiert. Das Spiel war kein Beinbruch."

Zur Fan-Unterstützung (nur 20.000 Zuschauer): "Das echte Europa-League-Fieber hat noch nicht stattgefunden. Ich hoffe, dass das mit der Leistung, die das Team heute gezeigt hat, im nächsten Heimspiel besser wird."

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