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Chelsea fliegt aus dem FA Cup und Stürmer-Star Diego Costa brennen die Sicherungen durch. Für einen Biss wird er nicht bestraft, trotzdem wird noch ermittelt.

Beim Aus des FC Chelsea aus dem englischen FA Cup hat Diego Costa mit einer angedeuteten Beiß-Attacke für einen Skandal gesorgt.

Der spanische Nationalspieler in Diensten der Blues flog beim 0:2 gegen den FC Everton in der 84. Minute mit Gelb-Rot vom Platz, nachdem er seinen Gegenspieler Gareth Barry angegangen war. Ob Costa wirklich kurz zubiss oder seine Aktion nur andeutete, ist aber nicht klar ersichtlich.

Der englische Verband FA entschied jedenfalls am Sonntag: Costa wird für die Aktion nicht bestraft. Trotzdem ist der Vorfall für ihn noch nicht beendet. Seine Reaktion nach dem Platzverweis wird noch von der FA untersucht. Möglicherweise sei sein Auftreten gegenüber dem Schiedsrichter unsportlich gewesen und er könnte auf dem Weg in die Kabine eine unanständige Geste gezeigt haben.

Der Stürmer selbst habe betont, nicht zugebissen zu haben, erklärte ein Pressesprecher von Chelsea. 

"Diego hat mit den Klub-Verantwortlichen gesprochen und sein Bedauern wegen seines Verhaltens ausgedrückt, das zu seiner Roten Karte führte", sagte er. "Aber Diego hat auch klargemacht, dass er ihn nicht gebissen hat."

Chelsea-Coach Guus Hiddink nahm die Szene mit Humor. "Es gibt Filme über solche Ausraster. Jack Nicholsons "Die Wutprobe" beispielsweise", meinte der Niederländer. "Vielleicht werden wir uns den Film gemeinsam noch einmal ansehen." Hiddink nahm Costa allerdings auch in Schutz: "Er wurde von Everton gejagt."

Spanier erinnert an Suarez

Schon in der Anfangsphase der Partie im Goodison Park war Costa negativ in Erscheinung getreten. Er spuckte Schiedsrichter Michael Oliver vor die Füße, nachdem dieser ihn mit Gelb verwarnt hatte.

Mit seiner Beiß-Aktion ruft Costa Erinnerungen an Luis Suarez wach. Suarez hatte bei der WM in Brasilien seinen italienischen Gegenspieler Giorgio Chiellini in die Schulter gebissen.

Costas jetzige Aktion sorgte im Netz schnell für Reaktionen:

Für Chelsea war es nicht nur wegen dieser unschönen Aktion ein Abend zum Vergessen. 

Lukaku besiegelt Chelseas Krisensaison

Ein später Doppelpack des Belgiers Romelu Lukaku (77./82.), der von 2011 bis 2013 bei den Blues unter Vertrag gestanden hatte, brachte Everton den Einzug ins Halbfinale. 

Der älteste Pokal-Wettbewerb der Welt war für das Team von Guus Hiddink wohl die letzte Hoffnung auf die erneute Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. Chelsea belegt in der Premier League nur den zehnten Platz.

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