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München - Bastian Schweinsteiger erklärt, dass Manchester United sein letzter Klub in Europa sei. Das heißt aber nicht, dass er wirklich in Nordengland bleiben wird.

Die jüngste Erklärung von Bastian Schweinsteiger über seine Zukunft ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert.

"MUFC wird mein letzter Klub in Europa sein", schreibt der frühere Kapitän der deutschen Nationalmannschaft da bei Twitter.

Bemerkenswert insofern, dass Schweinsteiger England tatsächlich noch als Teil Europas versteht.

Schweinsteiger schließt nur einen Kontinent aus

Bemerkenswert aber auch, weil Schweinsteiger damit lediglich einen von, je nach Zählweise, mindestens fünf Kontinenten ausschließt bei der Planung seiner mittelfristigen beruflichen Zukunft.

Na gut, vielleicht eineinhalb, da ja Großbritannien für viele Engländer nie aufgehört hat der Mittelpunkt der Welt zu sein, Insellage hin, Insellage her. Wie auch immer: Bastian Schweinsteiger wird also nach eigener Aussage weder zu einem anderen Klub in England, noch zu einem anderen Klub irgendwo in Europa wechseln.

United wird immer sein Klub bleiben

Manchester United, der Lieblingsverein seines Bruders Tobias und auch für ihn immer ein Sehnsuchtsort gewesen, wird neben dem FC Bayern München für immer Schweinsteigers Klub sein.

Das hat auch Jose Mourinho nicht verhindern können, noch nicht einmal mit der Zwangsleerung von Schweinsteigers Spind.

"Ich respektiere andere Klubs, aber Manchester United war der einzige Klub, für den ich Bayern München verlassen konnte. Ich werde bereit sein, wenn mich das Team braucht", schreibt Schweinsteiger auch.

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Bestbezahlter United-Fan

Vielleicht wird seine Mannschaft ihn ja auch noch brauchen. Egal wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, passieren kann es allemal, dass Mourinho aus dem Stadiontouristen und bestbezahlten United-Fan Schweinsteiger in den kommenden Wochen und Monaten noch einmal den Spieler Schweinsteiger macht.

Wenn der dann noch da sein sollte. Denn, um diesen Subtext in Schweinsteigers Mitteilung lesen zu können, braucht es kein abgeschlossenes Hochschulstudium: ein großer Teil der Welt steht dem Weltmeister von Rio ja noch offen. Und sich Schweinsteiger bis zum Ende seines Vertrages 2018 als United-Fan vorzustellen, ist schwer vorstellbar.

Gut, dass es auch auf anderen Kontinenten spannende Ligen gibt.

Schweinsteiger in Indien oder China? Undenkbar!

Allein in Asien fallen einem auf Anhieb mit der chinesischen und der indischen Superleague und den Operettenligen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar ein paar Optionen ein.

Auch die australische A-League ist sportlich nicht mehr ganz so schwach wie sie es schon mal war, vor ein paar Jahren kickte immerhin Alessandro del Piero in Sydney.

Nur: Der Oberaudorfer, Gesinnungs-Münchner und Herzens-Manchester Schweinsteiger in Indien, China oder Australien?

Ivanovic spielt auch eine Rolle

Und: was soll Frau Schweinsteiger, auf der Tennis-Tour noch als Ana Ivanovic unterwegs, dort? Wie viele Tennis-Turniere im Jahr finden in Asien, Australien oder auch Afrika statt?

Sollte Schweinsteiger irgendwann noch einmal Manchester United verlassen, böte sich eigentlich nur Amerika an. Die USA, mit ihrer Major League Soccer. Und dort am besten einer der beiden Klubs aus New York.

Wie passend, dass die NY Red Bulls schon länger ihr Interesse an Schweinsteiger hinterlegt haben.

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Wieso Schweinsteiger nicht jetzt schon wechselt? Nun, die Saison in der MLS geht von März bis Oktober, danach folgen die Playoffs.

Sollte Schweinsteiger nach Amerika wechseln wollen, böte sich dafür die nächste europäische Wechselperiode an. Silvester im Big Apple? Soll ja ganz romantisch sein.

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