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Zerwürfnis? Daniel Sturridge (l.) kommt unter Jürgen Klopp (r.) kaum zum Zug © Getty Images

Es knistert zwischen Jürgen Klopp und Daniel Sturridge. Beim 1:1 in Tottenham darf Liverpools Stürmer nur kurz ran. Klopp erntet Kritik, Gary Lineker wundert sich.

Das Auswärtsspiel des FC Liverpool in der Premier League bei Tottenham Hotspur (1:1) hat das seit Wochen angespannte Verhältnis zwischen Teammanager Jürgen Klopp und Stürmer-Star Daniel Sturridge verdeutlicht - und weiter verschärft.

Klopp wechselte Sturridge erst in der 88. Minute ein. Zuvor hatte er den Belgier Divock Origi dem englischen Nationalspieler vorgezogen. Sturridge blickte dementsprechend misslaunig aus der Wäsche, als anstelle von ihm Origi in der 68. Minute das Spielfeld der White Hart Lane betreten durfte.

Sturridge mit Rolle unzufrieden

Zuletzt war es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Klopp und Sturridge gekommen. Der Angreifer hatte öffentlich darüber geklagt, unter dem Ex-BVB-Coach meist auf den Außenbahnen eingesetzt zu werden, wodurch er nicht sein gesamtes Potential ausschöpfen könne.

Klopp lenkte daraufhin ein: "Ich möchte Daniel nicht auf dem Flügel bringen. Natürlich kann er dort spielen und starten. In den entscheidenden Momenten muss er abschließen können. Seine letzten beiden Tore hat er im Strafraum gemacht, nicht auf dem Flügel. Das ist flexibler Fußball."

Die englische Presse und auch einige Liverpooler Fans sehen jedoch spätestens nach dem Spiel bei den Spurs ein ernstes Problem zwischen Klopp und Sturridge. Dass der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino auf der Neuner-Position gesetzt ist, sorgt für Kritik.

"Klopp ist taktisch naiv"

"Klopp ist taktisch naiv. Firmino ist eine großartige falsche Neun, aber Sturridge gewinnt solche Spiele", twitterte ein Reds-Anhänger. Ein anderer meinte: "Du bist ein guter Coach, Klopp, aber mach von dem Talent Gebrauch, das dir zur Verfügung steht."

Und auch die englische Stürmer-Legende Gary Lineker meldete sich zu Wort: "Ich weiß nicht, was da mit Sturridge vorgeht, aber ich weiß, dass er mehr Tore als Firmino und Origi erzielt, wenn er fit ist."

Ex-Liverpool-Kapitän und TV-Experte Jamie Carragher vermutet, dass Klopp in wichtigen Spielen auf Sturridge verzichtet, weil dessen Defensivarbeit ihn nicht überzeugt.

"Firmino ist fantastisch, was das Zurückerobern des Balles und das Einleiten von Kontern betrifft. Klopp liebt ihn. Sturridge wird in solchen Spielen nicht als einziger Mittelstürmer auflaufen", sagte Carragher bei Sky Sports.

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