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Madrid und München - Der Ärger bei Real Madrid über Sami Khedira ist so groß, dass eine Trennung im Sommer angeblich feststeht. Grund soll auch ein Vorvertrag mit einem deutschen Klub sein.

Verletzung, Feier, verweigerte Vertragsverlängerung - all diese Punkte sprechen derzeit gegen eine Zukunft von Sami Khedira bei Real Madrid.

Der deutsche Nationalspieler steht bei den Königlichen im Abseits, teils ohne eigenes Dazutun, teil selbst verschuldet.

Aktuell muss Khedira wegen einer beim 0:4 im Derby gegen Atletico Madrid erlittenen Muskelverletzung im linken Oberschenkel mindestens drei Wochen pausieren. Seit seinem Kreuzbandriss im November 2013 kommt der defensive Mittelfeldspieler nicht mehr richtig auf die Beine.

Sami Khedira bei Real Madrid gegen Atletico Madrid
Der Vertrag von Sami Khedira bei Real Madrid läuft im Sommer aus © Getty Images

Seitdem hat Khedira gerade mal 15 Pflichtspiele für Real bestritten, davon nur neun über die komplette Spielzeit. Nun wird er auch im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League kommende Woche bei Schalke 04 am nächsten Mittwoch fehlen.

Die Rückkehr aus Spielfeld könnte sich aber noch länger verzögern. Denn laut des gewöhnlich gut unterrichteten Radiosenders Cadena SER haben die Verantwortlichen entschieden, dass Khedira bis Saisonende keine Rolle mehr spielen soll.

Ärger über Anwesenheit bei Ronaldo-Party

Grund ist vor allem Khediras Anwesenheit auf der umstrittenen Geburtstagsparty von Cristiano Ronaldo nur wenige Stunden nach der Pleite gegen Atletico. "Im Spiel muss er ausgewechselt werden, weil er nicht mehr kann. Aber für Party reicht es noch", zitiert die Sportzeitung Marca einen Real-Boss.

Die Verstimmung darüber passt ins ohnehin zerrüttete Verhältnis zwischen dem Weltmeister und dem spanischen Rekordmeister.

In der Vereinsführung wird Khedira noch immer die Ablehnung einer vorzeitigen Vertragsverlängerung um drei Jahre angelastet, die Real dem Spieler unmittelbar nach dessen Kreuzbandriss vorgelegt hatte.

Auch danach kamen sich beide Seiten trotz des im Sommer auslaufenden Kontrakts nicht näher, angeblich wegen Khediras überzogener Gehaltsvorstellungen.

Der Deutsch-Tunesier wiederum erwartet eine deutliche Steigerung seines Jahressalärs von geschätzt rund fünf Millionen Euro, mit dem er sich derzeit eher im hinteren Drittel der Madrider Gehaltsliste befindet.

Angeblich schon mit neuem Klub einig

In Spanien ist man sicher, dass sich Khedira gar nicht mit Real einigen will, weil er schon einen Vorvertrag mit einem anderen Klub unterzeichnet hat. Laut mehrerer Medien soll es sich dabei um Bayern München handeln, doch nach SPORT1-Informationen hat Pep Guardiola einen Wechsel abgelehnt.

Andere Zeitungen berichten zumindest von einer Absprache mit einem deutschen Verein, wobei nach aktuellem Stand nur der VfL Wolfsburg und vielleicht Schalke 04 in Frage kommen. Khediras Berater Jörg Neubauer wollte sich auf SPORT1-Nachfrage zunächst nicht äußern.

Auch der FC Chelsea, dessen Coach Jose Mourinho Khedira 2010 zu Real holte, sowie Manchester United und der FC Arsenal wurden immer wieder als potenzielle Ziele genannt.

Am wenigsten spricht allerdings nach den letzten Tagen in der Tat für eine Zukunft Khediras bei Real Madrid.

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