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Barcelona - Spanien verneigt sich vor Real-Besieger Barcelona und Siegtorschütze Luis Suarez. Real-Coach Ancelotti glaubt noch an den Titel. Toni Kroos erhält viel Lob.

"Suarez' Tor hat uns getötet" - Pepe wusste genau, in welchem Moment das Spiel gekippt war.

Der Haudegen von Real Madrid konnte aus nächster Nähe verfolgen, wie Luis Suarez nach einer Weltklasse-Ballannahme den 170. Clasico entschied.

Der Skandalstürmer sorgte für den Knockout - das sah auch die spanische Presse so. Nach dem 2:1 waren Real und seine BBC "aus dem Takt", wie die Marca schreibt. Beim Offensivtrio Karim Benzema, Gareth Bale und Cristiano Ronaldo ging danach nur noch wenig.

Luka Modric, der nach langer Verletzung schon wieder stark aufspielte, formulierte es drastischer: "Nach dem 1:2 waren wir kein Team mehr."

"Mein wichtigstes Tor für Barca"

Barcelona feiert dagegen seinen Helden Suarez nach dessen erstem Clasico-Tor. Bei der 1:3-Pleite im Hinspiel hatte er nach seiner "Beißer"-Sperre für Barca debütiert.

"Das war mein wichtigstes Tor für Barca", jubelte der Uruguayer nach der Partie.

"Die Halsvenen des Urugayers pulsierten, er explodierte. Es war für Barca viel mehr als ein Sieg. Es war die Befreiung nach nach vielen Monaten", schrieb die Real-nahe Marca.

Real erholt sich nicht mehr

Dabei war Madrid griffig und gut im Spiel gewesen. Den Rückstand durch Jeremy Matthieu (19.) hatten die Königlichen in Person von Cristiano Ronaldo (31.) schnell wett gemacht.

Von Suarez' Treffer aber erholte sich Real nicht mehr und hat nun bereits vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Barcelona.

"Ich fühle mich verarscht nach einer Partie, in der wir so viele klare Tore hätten erzielen müssen", sagte ein enttäuschter Sergio Ramos.

Kroos spricht Fans Mut zu

Noch aber schenken die Königlichen die Meisterschaft nicht ab - auch nicht Toni Kroos.

"Hala Madrid! Don't stop believing" twitterte der Weltmeister kurz nach Spielende. Theoretisch ist noch alles drin für sein Team - immerhin stehen noch ganze zehn Spiele aus.

Viel Lob für Kroos

Kroos selbst spielte einen sehr soliden Part und sammelte besonders im Duell mit Superstar Lionel Messi viele Fleißpunkte.

"Kroos ist während des Spiels zu einem Giganten geworden", schreibt El Pais sogar. "Von Messis Tunnel zu Beginn ließ er sich nicht beleidigen, es aktivierte sein Todeskampf-Gen. Er hat Messi jedes Mal, wenn er den Ball zwischen den Linien bekam, erstickt."

FC Barcelona v Real Madrid CF - La Liga
Toni Kroos (r.) spielte gegen Lionel Messi stark auf © Getty Images

"Er hat sich des Spiels bemächtigt, so lange er noch Beine zum Laufen hatte. Dass Barca nicht auseinanderbrach, lag daran, dass Kroos die Kraft ausging."

Kroos "zügelt" Messi

Auch El Mundo Deportivo lobte Kroos: "Seine Mission, Leo Messi zu zügeln, gelang ihm öfter als erwartet. Er ist ein Gewinner."

Marca gab Kroos die Note 6 von 10 und nannte sein Spiel "untadelig und besser als in den vergangenen Spielen", sah aber dennoch seinen Mittelfeld-Kollegen Luka Modric stärker.

Real-Trainer Carlo Ancelotti stößt ins selbe Horn wie Kroos - die Meisterschaft will er noch nicht abschenken.

Es wird ungemütlich für Ancelotti

"Der Titelkampf ist noch nicht entschieden. Barcelona hat denselben Vorsprung, den wir kürzlich hatten. Im Fußball ist alles möglich", sagte der Italiener.

Für Ancelotti wird es nach diesem erneuten Rückschlag langsam ungemütlich. Der Abstand zu Barcelona, das seinen siebten Pflichtspielsieg in Folge feierte, zeigt sich derzeit in allen Wettbewerben.

In der Champions League hatte sich Real mit 3:4 gegen Schalke blamiert, während Barca Manchester City klar dominiert hatte.

Pepe: "Es wird schwer für uns"

Im Pokal ist Real im Gegensatz zu den Katalanen schon seit dem Achtelfinale ausgeschieden. Und nun hinken die Weißen ihrem Erzrivalen auch in der Meisterschaft deutlich hinterher.

Auch Pepe weiß, dass es "für uns jetzt schwierig wird. Wir sind vier Punkte hinter ihnen. Die Entscheidung kann auch noch im letzten Spiel fallen. Wir werden kämpfen und Barcelona das Leben schwer machen."

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