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Lewis Hamilton hat ein angespanntes Verhältnis zu einigen Journalisten © Getty Images

Nach dem Snapchat-Ärger am Donnerstag verursacht der Mercedes-Pilot in Suzuka den nächsten Ärger. Er wütet gegen Journalisten. Teamkollege Rosberg ist verwundert.

Lewis Hamilton und sein gespaltenes Verhältnis zu Journalisten. 

Von Zeit zu Zeit schimpft und schnaubt der Formel-1-Weltmeister über Pressevertreter - oder spielt ihnen zur Abwechslung einen Streich. So wie am Donnerstag. 

Scharfe Kritik setzt Hamilton zu

Bei der Eröffnungs-Pressekonferenz zum Grand Prix von Suzuka interessierte sich der Mercedes-Pilot für alles außer die Fragen der Medien. Stattdessen spielte er mit seinem Smartphone herum und veralberte seine Kollegen auf Snapchat. 

In einigen Zeitungen löste das eine Welle der Empörung aus. Hamilton wurde scharf kritisiert. Die mediale Breitseite setzte dem WM-Rivalen von Nico Rosberg offenbar mächtig zu.

Und so war am Samstag nach Platz zwei im Qualifying wieder ein Verbalduell mit Journalisten angesagt. 

Hamilton keilt gegen Journalisten

Hamilton hatte kaum in der PK Platz genommen, da tönte er in die Runde: "Ich bin nicht hier, um eure Fragen zu beantworten."

Dann folgte eine Retourkutsche á la Hamilton für die seiner Meinung nach "respektlose" Berichterstattung der vergangenen Tage. 

"Der Donnerstag war wirklich ein hartes Brot", raunte er den Medienvertretern zu. Es sei "wirklich respektlos" gewesen, "was weltweit geschrieben wurde". 

"Keine Zeit mehr für sowas"

Einmal im Angriffsmodus polterte der WM-Zweite weiter: "Leider sind diejenigen, die es getan haben, nicht hier", sagte er und unterstellte den kritischen Schreibern: "Andere profitieren von gewissen Dingen."

Nach den Verschwörungsvorwürfen ans eigene Team wittert Hamilton jetzt offenbar auch einen Komplott der Medien. "Ich habe keine Zeit mehr für solche Dinge", grantelte er, stand auf und verließ grußlos den Raum.

Die PK war beendet, ehe die Journalisten eine einzige Frage stellen konnten. Genau so, wie Hamilton es angedroht hatte. 

Als Teamkollege Nico Rosberg später von dem Vorfall erfuhr, fragte er ungläubig: "Hat er das wirklich getan?!" Danach stand der Deutsche den Berichterstattern bereitwillig Rede und Antwort. 

Wie sich so eine WM-Führung doch aufs Gemüt auswirken kann...

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