Klare Worte von Lothar Matthäus!
Matthäus staunt über Galatasaray: Sané-Deal "international ein Zeichen"
Matthäus: Sané-Deal „Ein Zeichen“
Der Rekordnationalspieler hat seine Sicht der Dinge auf den ablösefreien Wechsel von Leroy Sané zu Galatasaray Istanbul geäußert. Er hat das Gefühl, dass die Bayern es von Vornherein auf den Abgang haben ankommen lassen.
Bayern wollte bei Sané Geld sparen
„Die Zeichen waren zuletzt klar: Der Verein wollte ihn nicht unbedingt halten“, meinte der 64-Jährige im Gespräch mit der Bild-Zeitung: „Während andere Spieler bei Verlängerungen deutlich mehr Geld bekamen, ist der Verein bei ihm auf die Gehaltsbremse getreten.“
Damit meinte Matthäus die Verlängerung von Alphonso Davies und Jamal Musiala, die jeweils ein höheres Salär angeboten bekommen haben.
Bei Sané wollten die Bayern jedoch Geld sparen. Daher lautete das Fazit des Experten: „Bayern hat nie richtig um Sané gekämpft.“
Matthäus: Sané ist Galas Königstransfer
Seiner Meinung nach ist Galatasaray eine gute Lösung für Sané, der bei der Klub-WM noch bis Ende Juni für die Bayern auflaufen wird. „Galatasaray hat Ambitionen, ein großes Budget, der türkische Fußball ist stärker geworden, die Zeiten der Skandale sind vorbei“, so Matthäus.
Diesbezüglich betonte er, dass der DFB-Star ein Königstransfer für den Klub sei. Man habe zwar oft große Namen geholt (wie Wesley Sneijder, Didier Drogba oder Mauro Icardi, Anm. d. Red.), aber die seien meist ein Stück älter gewesen als Sané.
„Er ist noch auf seinem höchsten Leistungsniveau. Damit hat man international ein Zeichen gesetzt - und das bedeutet gleichzeitig einen gewissen Druck für Leroy Sané“, erklärte Matthäus.
Was seine Zukunft in der Nationalmannschaft angeht, nahm Matthäus den 29-Jährigen in die Pflicht: „Es liegt an Leroy selbst: Wenn er bei Gala in der Liga und auch in der Champions League performt, hat er eine sehr große Chance, bei der WM dabei zu sein.“
Für Matthäus spielt zudem noch eine gewichtige Rolle, dass Sané in Istanbul voll wertgeschätzt werde und der absolute Superstar sei. Dies war bei den Bayern nicht so. „In München hat es Sané schwer gehabt, er wurde mehr oder weniger alle zwei Wochen einmal scharf kritisiert“, sagte der Experte abschließend.