Bayern-Frauen sauer nach Bengalo-Ärger

Hammerlos - Doch die Bayern-Chefin kann nur lachen
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Hammerlos - Doch die Bayern-Chefin kann nur lachen

Während des Champions-League-Spiels der Bayern-Frauen gegen Manchester City werden kurz vor einem FCB-Gegentreffer zwei Bengalos auf den Platz geworfen. Die Schiedsrichterin lässt das Tor zählen - die Bayern wüten.

Kuriose Szene kurz vor dem ersten Gegentreffer der Bayern-Frauen in der Champions League gegen Manchester City: Als Kerstin Casparij auf der rechten Seite in Richtung Strafraum gelaufen ist (45.), lag plötzlich ein Bengalo auf dem Platz, der blauen Rauch versprühte.

Anstatt dass Schiedsrichterin Olatz Rivera Olmedo die Partie unterbrach, ließ sie weiterspielen. ManCitys Außenverteidiger lief an dem Bengalo vorbei und brachte den Ball in die Mitte. Über Umwege landete das Spielgerät bei Beth Mead, die das zwischenzeitliche 1:2 erzielte.

Beim Champions-League-Spiel der Bayern-Frauen wurden Bengalos gezündet
Beim Champions-League-Spiel der Bayern-Frauen wurden Bengalos gezündetBeim Champions-League-Spiel der Bayern-Frauen wurden Bengalos gezündet© IMAGO/Sven Simon

Großer Bayern-Ärger wegen Schiri-Entscheidung

Die Aufregung bei den Bayern war daraufhin groß, denn es herrschte Unverständnis, wieso die Partie wegen des Bengalos nicht unterbrochen wurde. Vor allem Torhüterin Ena Mahmutovic gestikulierte mit weit ausgebreiteten Armen. Die Fans im Sportpark Unterhaching buhten und pfiffen lautstark.

„Das ist eine brenzlige Situation, denn es liegt Feuerwerk auf dem Platz“, sagte ZDF-Kommentatoren Meili Scheidemann. Rivera Olmedo räumte nach dem Tor eigenhändig den Bengalo zur Seitenlinie. Dort war zu sehen, dass an dieser Stelle auch ein roter Rauchtopf den Weg auf das Spielfeld gefunden hatte. „Die Münchnerinnen sagen, es hätte eigentlich nicht weitergehen dürfen“, so Scheidemann weiter. Der VAR überprüfte das Tor, aber hatte nichts zu beanstanden.

„Hat im Fußball nichts verloren“

Bayern-Direktorin Bianca Rech sagte in der Halbzeit im ZDF: „Für mich muss die Schiedsrichterin das Spiel unterbrechen. Die Pyrotechnik lag schon eine Weile auf dem Platz.“

Nach dem Spiel wurde auch Bayerns Torschützin zum 1:0, Giulia Gwinn, auf die Pyrotechnik angesprochen und sie sagte: „Es ist natürlich ärgerlich. Ich glaube nicht, dass wir es darauf schieben müssen. Es war schon unser Fehler (vor dem Gegentor, Anm. d. Red.), da hatte die Pyrotechnik nicht viel mit zu tun, trotzdem ist es ärgerlich, dass etwas auf dem Platz liegt. Das hat im Fußball nichts verloren.“

DEINE MEINUNG

Protest-Aktion der Unterhaching-Fans?

Rot und blau? Das sind die Vereinsfarben der SpVgg Unterhaching. Seit Ende des vergangenen Jahres ist der Verkauf des Stadion „Sportpark Unterhaching“ durch den FC Bayern abgeschlossen und die Bayern-Frauen absolvieren dort die Heimspiele der Ligaphase in der Champions League.

Möglicherweise handelt es sich bei den Bengalo-Würfen um eine Protest-Aktion der Hachinger Fans. Schon nach dem Bekanntwerden des geplanten Kaufs des Stadions im Herbst 2025 reagierten die Zuschauer der SpVgg Unterhaching bei den Spielen des Herren-Regionalliga-Teams mit einem Stimmungsboykott und Schmährufen.

Am Ende trennten sich die Bayern mit einem 2:2 (2:1) von Manchester City. Den späten Ausgleich der Skyblues erzielte die Deutsche Carlotta Wamser in der 86. Minute.