Weltrekord beim Berlin-Marathon angepeilt
Ohne Sabastian Sawe rücken beim Marathon in Berlin die schnellen Frauen in den Vordergrund. Die Äthiopierin Tigst Assefa peilt den Weltrekord an, Esther Pfeiffer will aus deutscher Sicht für Furore sorgen.
Nach der verletzungsbedingten Absage von Wunderläufer Sabastian Sawe (Kenia) rücken beim Marathon in Berlin die schnellen Frauen in den Vordergrund. So nimmt die Äthiopierin Tigst Assefa am Sonntag (8.45 Uhr) den Weltrekord ins Visier, Esther Pfeiffer hofft hingegen auf die nationale Bestmarke.
„Ich werde ein Tempo einschlagen, das auf den deutschen Rekord hinausläuft. Das ist mein großes Ziel und die Jagd soll am Sonntag beginnen“, sagte Pfeiffer, die auf der ultraschnellen Strecke an der Spree erst ihren zweiten Marathon bestreitet. Unterstützt wird die 29-Jährige von ihrem Ehemann und Tempomacher Hendrik Pfeiffer. Doch das Ziel ist ambitioniert, den deutschen Rekord hält Irina Mikitenko mit ihren 2:19:19 Stunden seit 18 Jahren.
Berlin-Marathon: Assefa will Weltrekord laufen
Assefa peilt derweil den insgesamt 14. Marathon-Weltrekord in Berlin an, dafür müsste sie die 2:09:56 Stunden der Kenianerin Ruth Chepngetich knacken. „Ich freue mich sehr, wieder auf der schnellen Strecke in Berlin laufen zu können und hoffe, dass ich meine Erfolgsgeschichte hier am Sonntag fortsetzen kann“, sagte Assefa, die vor drei Jahren am Brandenburger Tor nach 2:11:53 Stunden ins Ziel gekommen war: „Ich bin sehr gut vorbereitet und will meine Bestzeit unterbieten.“
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Eigentlich hätte auch Sawe in Berlin laufen sollen. Ende April war der 31-Jährige in London als erster Mensch die klassischen 42,195 km unter regulären Bedingungen in weniger als zwei Stunden (1:59:30) gelaufen. Doch wegen einer Verletzung musste der Kenianer seinen Start absagen.