Zaragoza war für den FC Bayern nicht bereit

Zaragoza über Bayern-Zeit: "Besser, ich schweige"
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Zaragoza über Bayern-Zeit: "Besser, ich schweige"

Bryan Zaragoza spricht über seine kurze Zeit beim FC Bayern. Der Spanier erklärt, warum er sich in München nie durchsetzen konnte.

Bryan Zaragoza hat über sein erfolgloses Kapitel beim FC Bayern München gesprochen. Der spanische Offensivspieler räumte ein, dass der Wechsel zum deutschen Rekordmeister für ihn damals möglicherweise zu früh gekommen sei. Rückblickend sei er für diesen Karriereschritt „noch nicht bereit“ gewesen, erklärte er in der spanischen Zeitung As.

Trotz seiner schwierigen Zeit in München bereut er den Wechsel aber nicht: „Ich würde diesen Schritt niemals bereuen. Wenn ein so großer Verein anklopft, kann man das nicht ablehnen.“

Bryan Zaragoza spricht über seine Zeit beim FC Bayern
Bryan Zaragoza spricht über seine Zeit beim FC BayernBryan Zaragoza spricht über seine Zeit beim FC Bayern© IMAGO/Sven Simon

Seine Karriere habe vor dem Schritt in die Bundesliga überraschend schnell Fahrt aufgenommen. „Ich war zuvor Ersatzspieler in der zweiten Liga, hatte in den letzten sechs Spielen in der Startelf gestanden, war in die erste Liga aufgestiegen und hatte gerade zehn Spiele absolviert, als mich der FC Bayern unter Vertrag nahm. So etwas passiert normalerweise nicht.“

Zaragoza spricht über Gründe für Bayern-Schwierigkeiten

Sportlich wurde das Engagement an der Säbener Straße jedoch nicht zur Erfolgsgeschichte. Zaragoza absolvierte lediglich sieben Pflichtspiele für die Münchner und wurde in den Folgejahren mehrfach verliehen. Aktuell steht er auf Leihbasis bei Espanyol Barcelona unter Vertrag.

Die Gründe für sein Scheitern sieht der Flügelspieler nicht in mangelnder Qualität. Vielmehr seien die Umstände entscheidend gewesen. „Es gibt viele Faktoren. Ich war ein 20-Jähriger, der zum FC Bayern wechselte, einem der besten Vereine der Welt, wenn nicht sogar dem besten.“ Auf seiner Position habe er zudem mit Weltklassespielern wie Jamal Musiala, Leroy Sané, Serge Gnabry und Kingsley Coman konkurrieren müssen.

DEINE MEINUNG

Hinzu kamen die Herausforderungen abseits des Platzes. „Das ist nicht einfach: die Sprache, das Klima, das Essen, das Verlassen meiner Komfortzone.“ Deshalb zieht Zaragoza heute ein selbstkritisches Fazit: „Ich glaube nicht, dass ich wegen meines fußballerischen Niveaus keinen Erfolg hatte. Ich glaube, es lag an den Rahmenbedingungen. Es war ein sehr großer Schritt in meiner Karriere, für den ich noch nicht bereit war.“

Interessanterweise hätte die Laufbahn des Spaniers auch einen anderen Verlauf nehmen können. Wie er kürzlich beim Radiosender Cadena SER verriet, gab es vor seinem Wechsel nach München Kontakte zum FC Barcelona. Letztlich entschied er sich jedoch für den FC Bayern.