Effenberg sagt Klopp unangehme Gespräche voraus

"Das hat er ganz toll gemacht - habe ich ihm eben gesagt"
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"Das hat er ganz toll gemacht - habe ich ihm eben gesagt"

Auf Jürgen Klopp wartet die nächste heikle Aufgabe als Bundestrainer. Nach den ersten Länderspielen unter seiner Regie sagt Stefan Effenberg unangenehme Gespräche voraus.

Jürgen Klopp stehen nach den ersten vier Länderspielen als Bundestrainer unangenehme Gespräche bevor – sagt SPORT1-Experte Stefan Effenberg in seiner Kolumne für t-online jedenfalls voraus. „Bei der nächsten Kadernominierung wird er einigen Spielern wehtun müssen“, meint der Ex-Nationalspieler. Vor allem den Verlierern der ersten Lehrgänge dürfte eine Enttäuschung blühen.

Klopp hatte direkt zu Beginn seiner Amtszeit überrascht und gleich zwei Kader nominiert. So waren insgesamt 44 Spieler verteilt auf die vier Partien der Nations League dabei zum großen Casting.

Stefan Effenberg sagt Bundestrainer Jürgen Klopp unangenehme Gespräche voraus
Stefan Effenberg sagt Bundestrainer Jürgen Klopp unangenehme Gespräche vorausStefan Effenberg sagt Bundestrainer Jürgen Klopp unangenehme Gespräche voraus© IMAGO/Sven Simon

Für Effenberg lauert nun durchaus eine Gefahr für Klopp. „Vermutlich 14, 15, 16 Spielern muss er dann erst einmal absagen. Da werden nicht wenige sicher enttäuscht sein, nachdem sie nun vielleicht auch zum ersten Mal bei der Nationalmannschaft dabei sein durften und Eindrücke sammeln konnten.“ Klopp selbst hatte auch schon verraten, künftig deutlich weniger Spieler einzuladen.

Muss Klopp viele Spieler enttäuschen?

Wird der Bundestrainer nach der Euphorie also schnell zum Herzensbrecher? Immerhin birgt das offenherzige Verhalten des neuen Coaches durchaus auch eine Gefahr. Effenberg warnt: „Klopp hat seine Spieler über diese vier Partien der Nations League hinweg immer wieder umarmt, getätschelt, geherzt. Gerade die Jungen, die das so noch nicht kannten, werden dann vielleicht anfangs schwer verstehen können, warum sie gegen Serbien und die Niederlande im November nicht dabei sein dürfen.“

Es müsse jedoch auch deutlich ausgesiebt werden. Effenberg wünscht sich, dass Klopp schon bald einen festen Stamm formt. „Es liegt nun sowohl am Bundestrainer als auch den Spielern und ihren Coaches im Verein, dass sich daraus ein fester Stamm bildet, eine eingespielte Mannschaft, die richtig funktioniert.“

DEINE MEINUNG

Zudem hat der SPORT1-Experte noch einen Wunsch. „Mir gefällt dieser zumindest etwas ernsthaftere Klopp besser als der, den wir auch auf den Pressekonferenzen gesehen haben und der manchmal schon übermäßig flapsig war. Das war mir zuletzt fast ein bisschen viel – er muss das noch besser dosieren, damit auch die Fans merken, wenn er mal ernster spricht.“

Dem ehemaligen Bayern-Star ist nämlich wichtig, dass der Trainer mit seinen Aussagen nicht zu viel Angriffsfläche bietet. Denn dann könne „er die Umkleidekabine verlieren.“

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