Später Olise-Wahnsinn – Presse reagiert

von SPORT1
Eine Vorahnung bei Olise bestätigt sich
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Eine Vorahnung bei Olise bestätigt sich

Die Franzosen kommen mit Joker Michael Olise zurück und behaupten die Tabellenspitze. Der Bayern-Star erzielt drei Scorerpunkte in zehn Minuten. Die Fans haben eine Forderung.

Bayern-Star Michael Olise hat dem französischen Nationaltrainer Zinédine Zidane den ersten Heimsieg in dessen Amtszeit beschert.

Der Super-Joker besiegte Belgien am Montag beim 4:1 (0:1) mit zwei Toren und einer Vorlage im Stade de France beinahe im Alleingang. Frankreich behauptete damit die Tabellenführung in der Nations-League-Gruppe 1 und hat das Viertelfinale fest im Blick.

Michael Olise beim Torjubel
Michael Olise beim TorjubelMichael Olise beim Torjubel© IMAGO/ZUMA Press

Belgien verpasste unter dem neuen Coach Mark van Bommel eine erste Überraschung und kassierte die zweite Niederlage nach dem Hinspiel gegen Frankreich eine Woche zuvor (0:1).

Nations League: Olise mit drei Scorerpunkten in zehn Minuten

Der Bayern-Star, der erst in der 60. Minute eingewechselt worden war, bereitete zunächst den Führungstreffer von Rayan Cherki (81.) vor. In der Schlussphase entschied Olise dann auch das Spiel (88., 90.+1) mit zwei eigenen Toren. Insgesamt reichten ihm also nur knapp zehn Minuten, um Frankreich fast im Alleingang zum Sieg zu führen.

„Doppelpack in drei Minuten: Michael Olise sorgte für einen krönenden Abschluss“, titelte L’Équipe. „Olise krönte den Abend mit einem Doppelpack, der seinen Status als unverzichtbarer Spieler im Angriff der ‚Bleus‘ noch weiter festigt, nachdem er bereits während der dreiwöchigen Länderspielpause geglänzt hatte“, führte das Blatt aus.

Olise gab sich gewohnt ruhig: „Ich bin immer glücklich in der französischen Nationalmannschaft. Es ist eine Freude, mit dieser Mannschaft zu spielen. Es gibt viele gute Spieler. Ich bin froh, hier zu spielen“, erklärte er bei TF1. Im Stade de France waren zwischenzeitlich sogar „Ballon d’Or für Olise!“-Rufe zu vernehmen. Darauf angesprochen sagte er nur lächelnd: „Dazu habe ich nichts zu sagen.“

DEINE MEINUNG

Dodi Lukebakio (35.) brachte den Außenseiter gegen lange ideenlose Franzosen in Führung, spät glich Désiré Doué (77.) aus. Dann begann die unglaubliche Show von Olise. Mit zehn Zählern aus vier Spielen thront Frankreich weiter an der Spitze, Belgien steht vor den letzten zwei Spielen bei sechs Punkten.

Frankreich ohne Olise lange blass

Nach Siegen in Belgien und der Türkei und einem Unentschieden bei der Heimpremiere gegen Italien wollte Zidanes Team mit dem dritten Erfolg die Weichen Richtung Viertelfinale stellen. Der Weltmeister von 1998 verzichtete dabei zunächst auf Olise und Doué (Paris Saint-Germain). Der verletzt abgereiste Kapitän Kylian Mbappé trainierte zudem bereits wieder bei seinem Verein Real Madrid, der Münchner Dayot Upamecano fehlte ebenso wie Belgiens Altstar Kevin De Bruyne gesperrt.

Dennoch verbuchte der zweimalige Weltmeister zunächst die besseren Möglichkeiten. Dann schockte Lukebakio die Gastgeber: Nach einem langen Traumpass von Roméo Lavia lief der ehemalige Bundesligaprofi allein aufs Tor zu und blieb cool. Nach genau einer Stunde wechselte Zidane den Matchwinner Olise ein.

Den Durchbruch suchten die Franzosen aber zunächst noch vergebens. Barcolas abgefälschter Schuss (72.) rauschte knapp vorbei. Gleich danach kam Doué in die Partie, der es wenige Minuten später aus der Distanz besser machte. Frankreich drückte aufs Tempo, Olise bediente Cherki, der Maarten Vandevoordt aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Danach drehte Olise selbst dann nochmal so richtig auf.

Le Figaro schwärmte vom Einwechsel-Trio: „Ein Erfolg – der dritte in vier Spielen –, der sich erst langsam abzeichnete, bevor die Magie von Olise, Doué und Cherki zum Tragen kam: Diese umwerfenden Einwechselspieler fegten alles aus dem Weg, was sich ihnen in den Weg stellte.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)