So macht Klopps System Pavlovic stark

von SPORT1
Insider: Das hat Pavlovic Kimmich voraus
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Insider: Das hat Pavlovic Kimmich voraus

Aleksandar Pavlovic gehörte zu den großen Gewinnern der Länderspiele gegen Serbien und Griechenland. Im neuen 4-3-3 von Jürgen Klopp kommt der Bayern-Profi besonders gut zur Geltung.

Es könnte eine der wichtigsten Erkenntnisse der vergangenen Länderspielphase sein: Jürgen Klopp scheint für Aleksandar Pavlovic eine Rolle gefunden zu haben, die wie gemacht ist für den Youngster des FC Bayern.

Im 4-3-3 des Bundestrainers agierte Pavlovic als zentraler Mann hinter Tom Bischof und Florian Wirtz. Eine Konstellation, die gegen Serbien und Griechenland auffällig gut funktionierte. „Diese Dreierkombination im Mittelfeld aus Pavlovic, Bischof und Wirtz ist ein bisschen die Entdeckung dieser Länderspiele. Das sah richtig gut aus“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der neuen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“.

Aleksandar Pavlovics Stärken kommen im Klopp-System zur Geltung
Aleksandar Pavlovics Stärken kommen im Klopp-System zur GeltungAleksandar Pavlovics Stärken kommen im Klopp-System zur Geltung© IMAGO/Ulmer/Teamfoto

Vor allem Pavlovic scheint das neue System entgegenzukommen. Er war permanent anspielbar, verteilte die Bälle und übernahm immer mehr Verantwortung im deutschen Spielaufbau. „Er war eine Passmaschine und gegen Griechenland noch einen Tick besser als gegen Serbien“, lautet das Urteil im Podcast.

Pavlovic kann im Klopp-System glänzen

Das ist durchaus bemerkenswert. Denn bei der Weltmeisterschaft konnte Pavlovic nicht beziehungsweise kaum überzeugen. Eine mögliche Erklärung liegt weniger bei ihm selbst als in der damaligen Rollenverteilung.

Neben Felix Nmecha funktionierte der 22-Jährige nicht so selbstverständlich wie jetzt als klarer Sechser mit zwei offensiveren Mittelfeldspielern vor sich. Auch beim FC Bayern hatte Pavlovic neben Joshua Kimmich immer wieder gezeigt, wie wohl er sich fühlt, wenn Aufgaben und Räume im Zentrum klar verteilt sind. Klopps 4-3-3 könnte deshalb zum entscheidenden Faktor werden.

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Denn dieses System benötigt im Zentrum einen Spieler, der das Spiel ordnet, zuverlässig anspielbar ist und auch unter Druck nur selten die Kontrolle verliert. Pavlovic bringt genau diese Eigenschaften mit.

Der große Unterschied zwischen Kimmich und Pavlovic

Damit unterscheidet er sich auch von Kimmich. Der DFB-Kapitän kann unterschiedliche Rollen übernehmen und ein Spiel auf verschiedene Arten prägen. Pavlovic dagegen verkörpert den klassischen Sechser in diesem System womöglich natürlicher.

Oder wie es Kumberger im Podcast formuliert: „Du brauchst für das 4-3-3 von Klopp einen Sechser, auf den du dich verlassen kannst. Das kann Pavlovic.“ Hinzu kommt eine Eigenschaft, die Julian Nagelsmann einst treffend beschrieb: Pavlovic spielt im positiven Sinne „seinen Stiefel herunter“. Seine Ausschläge nach unten sind normalerweise gering. Selbst wenn er keinen herausragenden Tag erwischt, erreicht er meist ein stabiles Niveau. Genau diese Verlässlichkeit könnte für Klopp besonders wertvoll werden.

Noch ist nach zwei guten Länderspielen nichts entschieden. Doch Pavlovic hat in dieser DFB-Phase mehr als nur Eigenwerbung betrieben. Er hat gezeigt, dass er möglicherweise genau der Spieler ist, um den Klopp sein Mittelfeld aufbauen kann.

Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister und die DFB-Elf hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

Übrigens: Sie können mit unserem „Bawofon“ aktiv an der Bayern-Woche teilnehmen! Schicken Sie uns per WhatsApp Ihre Sprachnachricht mit Fragen, Meinungen, Lob, Kritik und Anregungen an 0151 – 21 63 72 41. Die interessantesten Beiträge werden Teil der Sendung. Alle Infos dazu gibt es im Podcast.