Klopps berühmtes „Noch!“ – Das dachte Kerner

"Kloppo! Es ist erst Juni!" Große Lacher nach Klopps Aussage
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"Kloppo! Es ist erst Juni!" Große Lacher nach Klopps Aussage

Mit einer flapsigen "Noch"-Aussage zur Aufstellung des damaligen Bundestrainers Julian Nagelsmann sorgt Jürgen Klopp als TV-Experte zu Beginn der WM für Wirbel. Jetzt verrät Moderator Johannes B. Kerner, was ihm in dem Moment durch den Kopf ging.

In seiner Rolle als TV-Experte hat Jürgen Klopp bei der WM bekanntlich mit einem launigen Kommentar zur Aufstellung des damaligen Bundestrainers Julian Nagelsmann für Schlagzeilen gesorgt. MagentaTV-Moderator Johannes B. Kerner, der damals mit Klopp und Thomas Müller vor der Kamera stand, verriet nun seine spontanen Gedanken in dem berühmten „Noch“-Moment.

Ihm seien „zwei Dinge parallel“ durch den Kopf gegangen, sagte Kerner im Interview mit der Welt. „Ich habe ja gespürt, wie Jürgen es gemeint hat. Und zwar überhaupt nicht so, dass er Julian anzählen wollte, sondern er wollte betonen, dass hier immer noch der Bundestrainer die Aufstellung bestimmt und nicht wir. Das kann man eigentlich nicht missverstehen, es sei denn, man will.“

Johannes B. Kerner (l.) und Jürgen Klopp standen bei der WM für MagentaTV vor der Kamera
Johannes B. Kerner (l.) und Jürgen Klopp standen bei der WM für MagentaTV vor der KameraJohannes B. Kerner (l.) und Jürgen Klopp standen bei der WM für MagentaTV vor der Kamera© IMAGO/Ulmer/Teamfoto

Klopps „Noch“-Aussage: Müllers Reaktion hat die Wirkung „natürlich verstärkt“

Damals hatte Klopp am Rande des WM-Eröffnungsspiels in Mexiko mit Blick auf den deutschen Turnier-Auftakt gesagt: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch, noch!“ Der neben Klopp stehende Müller hatte daraufhin unter Gelächter entgegnet: „Kloppo, wir haben erst Juni. Du bist schon im September.“

Müllers Reaktion habe die Wirkung „natürlich verstärkt“, ergänzte Kerner nun. „Da habe ich schnell gewusst: Davon haben wir länger etwas. Die Zahnpasta kriegen wir so schnell nicht zurück in die Tube.“

Die Aussage schlug in der Folge tatsächlich hohe Wellen. Klopp entschuldigte sich im weiteren Turnierverlauf persönlich bei Nagelsmann. Nach dem frühzeitigen Scheitern der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay und dem anschließenden Aus von Nagelsmann rückte Klopp schnell wieder in den Fokus. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nannte ihn in einer Pressemitteilung als Kandidat für den vakanten Posten beim Namen.

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Warum ein Interview mit Klopp umstritten war

Klopp war zu dem Zeitpunkt noch als TV-Experte in den USA im Einsatz und stand zudem noch als Head of Global Soccer bei Red Bull unter Vertrag. Bei MagentaTV sorgten die DFB-Gerüchte um Klopp auch für interne Diskussionen, wie Kerner verriet.

„Wir haben tagelang intern intensiv darüber gesprochen, wie wir damit umgehen. Die einen haben gesagt, wir müssen das Thema weglassen. Die anderen: Wir haben den Mann da stehen, das ist unser Experte. Wie kann man das Thema weglassen?“, berichtete der 61-Jährige.

Irgendwann habe dann Klopp selbst „diesen Knoten zum Platzen gebracht“, erinnerte sich Kerner. „Er hat einfach gesagt: ‚Ich habe eine Idee. Du fragst einfach, was du fragen willst. Und ich antworte, was ich antworten will.‘ Das haben wir dann gemacht.“ Klopp ging dann in dem Gespräch recht ausführlich auf die damalige Situation ein.

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