Homophobie-Skandal: Ex-DFB-Stürmer gesteht Fehler ein

Homophobie-Skandal: Ex-DFB-Stürmer gesteht Fehler ein

Skandal-Stürmer Kevin Behrens sorgte während seiner Wolfsburg-Zeit vor zwei Jahren mit homophoben Kommentaren für Schlagzeilen. Nun äußerte sich der Bremer zu den Konsequenzen des Eklats.

Kevin Behrens hat im Interview mit blue sport offenbart, welche Konsequenzen er nach seinen homophoben Äußerungen im Oktober 2024 tragen musste. „Dass es in Deutschland schwieriger wurde, noch einen Verein zu finden, das muss ich schon sagen. Bei vielen Vereinen war dann die Tür zu, die wollten sich kein Problem dazuholen“, erklärte der Stürmer.

Der 35-Jährige hatte sich während einer Signierstunde seines damaligen Vereins VfL Wolfsburg geweigert, ein Trikot mit Regenbogenfarben zu unterschreiben. „So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht“, sagte er.

Kevin Behrens spielt mittlerweile beim FC Lugano
Kevin Behrens spielt mittlerweile beim FC LuganoKevin Behrens spielt mittlerweile beim FC Lugano© IMAGO/Pius Koller

Behrens räumt seinen Fehler ein

Nach dem Eklat verhängten ihm die Wolfsburg-Bosse eine Geldstrafe sowie eine Abmahnung. Auf dem Feld spielte Behrens kaum noch eine Rolle und blieb in Wolfsburg meistens außen vor. So suchte er sich am Ende der Saison einen neuen Verein – erstmals in seiner Karriere außerhalb von Deutschland. Der 35-Jährige wechselte im Juli 2025 zum FC Lugano in die Schweizer Super League.

Mittlerweile akzeptiert er sein Fehlverhalten: „Es war einfach eine dumme Aussage in einem internen Bereich, wo man des Öfteren – nicht nur ich, sondern auch andere – mal etwas sagt, was für die Öffentlichkeit nicht ganz so schön ist. Dafür habe ich mich entschuldigt. Dass man das nicht loswird, das ist jetzt leider so, damit muss ich leben.“

Auch bei Lugano bleibt Behrens kontrovers

Ganz ohne Kontroverse blieb der Stürmer auch in der Schweiz nicht lange. Während eines Testspiels gegen Viktoria Pilsen (2:4) flippte Behrens komplett aus, schubste seinen Mitspieler Georgios Koutsias zu Boden und bezeichnete ihn als „kleine Missgeburt“.

Auch diesen Vorfall verurteilte sein Arbeitgeber aufs Schärfste und bestrafte den ehemaligen Nationalspieler laut Blick mit einer Rekord-Buße.