Schalkes Loris Karius erklärt „die Schattenseite von Social Media“

Reese-Rückzug aus Social Media: Karius wird deutlich
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Reese-Rückzug aus Social Media: Karius wird deutlich

Nachdem Wolfsburgs Fabian Reese den Hasskommentaren bei Instagram mit dem Deaktivieren seines Kontos vorerst ein Ende gesetzt hat, meldet sich nun Loris Karius zu Wort - Schalkes Keeper kennt die Schattenseiten des Internets nur zu gut.

Die sozialen Medien sind aus dem Fußball nicht mehr wegzudenken – Anfeindungen und Hasskommentare unglücklicherweise aber auch nicht. Wolfsburgs Fabian Reese hat aus diesem Grund die Reißleine gezogen und seinen Instagram-Account deaktiviert. Einer, der Reeses Schicksal selbst erfahren hat, ist Schalke-Keeper Loris Karius. Auch er äußerte sich nun zum Reese-Vorfall.

„Grundsätzlich kann jeder selber entscheiden: Mache ich ein Profil, wie viel zeige ich, wie viel zeige ich nicht“, sagte Karius in einer Medienrunde, an der auch SPORT1 teilnahm. Dabei machte Schalkes Nummer 1 auf eine scheinbar banale Sache aufmerksam: „Dass Social Media Vorteile mit sich bringt, ist klar. Dass die negative Seite überwiegt, denke ich, ist auch klar.“

Loris Karius benannte "die Schattenseite von Social Media"
Loris Karius benannte „die Schattenseite von Social Media“Loris Karius benannte „die Schattenseite von Social Media“© IMAGO/HMB-Media

Da „jeder Anonyme irgendeinen Scheiß ins Netzt stellen kann“, müsse seiner Meinung nach jeder selbst abwägen, was er preisgeben wolle: „Mache ich mich mehr angreifbar, bin ich vielleicht weniger angreifbar.“

„Das ist die Schattenseite von Social Media“

Im Sommer hatte Fabian Reese für viel Aufregung gesorgt: Nach drei Jahren bei Hertha BSC verkündete er seinen Wechsel zum VfL Wolfsburg. Bei vielen Fans war das nicht gut angekommen: Bei diversen Spielen reagierten sie seither mit Pfiffen, in den sozialen Medien mit Anfeindungen und Hasskommentaren. Der ehemalige Hertha-Kapitän setzte dem Ganzen nun vorerst zumindest auf der Plattform Instagram ein Ende und deaktivierte seinen Account.

Bei der Hertha hatte sich der 28-Jährige nicht nur zum Spielführer und Topscorer, sondern auch zu einem Publikumsliebling und einer Identifikationsfigur des Berliner Klubs entwickelt. Umso mehr hatte Reeses Abgang seine Anhänger gekränkt.

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Genau darin sah Karius einen entscheidenden Nachteil der sozialen Medien: „Dass Leute, die ein Stück weit mehr polarisieren wie andere, dann auch mehr abkriegen, das ist die Schattenseite von Social Media.“

Karius‘ Erfahrungen mit Hass im Netz

Karius musste in der Vergangenheit selbst viel Erfahrung mit Hass im Netz sammeln. Ein Vorfall, der besonders im Gedächtnis bleiben sollte, war das Champions-League-Finale 2018 gegen Real Madrid (1:3).

Damals stand Karius noch für den FC Liverpool zwischen den Pfosten. Nach unglücklichen Patzern musste der 33-Jährige die Verantwortung für entscheidende Gegentreffer der Königlichen tragen. Neben Anfeindungen erfuhr der Torhüter nach der Partie sogar auch Morddrohungen.

Dass solche Vorfälle keine Seltenheit sind, sollte Karius zufolge trotz allem niemanden überraschen. „Dass es natürlich viel Negatives mit sich bringt, ist glaube ich, jedem klar“, rundete er sein Statement ab.

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