„Er kann machen, was er will“: Hamann attackiert Klopp

von SPORT1
Klopp verrät: "Ich wollte das schon immer werden"
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Klopp verrät: "Ich wollte das schon immer werden"

Didi Hamann kritisiert Klopps Engagement für ein Pharmaunternehmen scharf – und sieht den DFB gegenüber dem Bundestrainer machtlos.

Deutliche Kritik von Dietmar Hamann an Jürgen Klopp! Der ehemalige Nationalspieler äußerte sich am Freitagabend kritisch über das öffentliche Auftreten des Bundestrainers und nahm dabei auch dessen Engagement für ein Pharmaunternehmen ins Visier.

Einige von Klopps Aussagen seit dessen Amtsantritt sehe er kritisch, erklärte Hamann. „Die Krönung ist jetzt diese Aufmerksamkeitskampagne als Bundestrainer für eine Pharmafirma, die Ozempic vertritt, ein zweckentfremdetes Medikament“, sagte der 53-Jährige in der YouTube-Sendung „Realtalk – die Show“.

Jürgen Klopp hat als Bundestrainer Julian Nagelsmann beerbt
Jürgen Klopp hat als Bundestrainer Julian Nagelsmann beerbtJürgen Klopp hat als Bundestrainer Julian Nagelsmann beerbt© IMAGO/Nico Herbertz

Für Hamann passt es nicht zusammen, dass ein Bundestrainer an einer Kampagne teilnimmt, hinter der mit Novo Nordisk Pharma ein Unternehmen steht, das unter anderem das Diabetesmedikament Ozempic und das zur Gewichtsregulierung zugelassene Präparat Wegovy herstellt. „Wir müssen wieder Werte vermitteln. Harte Arbeit, sich unterordnen, Teamspirit, Disziplin, Werte“, erklärte Hamann. Dass der DFB das mitmache, halte er für bedenklich.

Hintergrund: Seit dem 13. Oktober tritt Klopp in TV-Spots als Unterstützer der Kampagne „Keiner bleibt allein. Zusammen gegen Diabetes und starkes Übergewicht“ auf. Ziel der Initiative ist es nach Angaben des Unternehmens, die gesellschaftliche Wahrnehmung der beiden Volkskrankheiten zu verändern, Vorurteile abzubauen und Betroffene zu ermutigen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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Menschen sollten den Mut fassen, ihre Gesundheit langfristig selbst in die Hand zu nehmen und mit Ärzten „über moderne Behandlungsmöglichkeiten“ zu sprechen, erklärte Novo-Nordisk-Geschäftsführer Jesper Wenzel Larsen zum Start der Kampagne.

Hamanns Kritikpunkt: „Der DFB hat keine Handhabe“

Allerdings steht hinter der Initiative ein Unternehmen, das unter anderem mit Ozempic auch verschreibungspflichtige Medikamente vertreibt. Die sogenannte „Abnehmspritze“ ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen. In den Werbespots werden die Präparate nicht ausdrücklich beworben. Eine direkte Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente ist in Deutschland grundsätzlich verboten.

Didi Hamann kritisiert Klopps TV-Auftritt
Didi Hamann kritisiert Klopps TV-AuftrittDidi Hamann kritisiert Klopps TV-Auftritt© IMAGO/Jan Huebner

Für Hamann geht es bei Klopps Engagement allerdings um mehr als die Pharma-Kampagne. Der TV-Experte sieht darin auch ein Zeichen für die neuen Machtverhältnisse im Deutschen Fußball-Verband. „Ich glaube, der DFB hat keine Handhabe, weil man ihn unbedingt wollte. Er kann machen, was er will. Ich glaube nicht, dass das mit dieser Aufmerksamkeitskampagne dem DFB recht ist, aber sie können nichts machen. Das zeigt die Ohnmacht im Moment des DFB“, so Hamann.

Und weiter: „Im Moment ist Jürgen Klopp der DFB und ich weiß nicht, ob diese Entwicklung für den deutschen Fußball und den DFB gut ist.“