„Keine gute Lösung“: Hitzlsperger widerspricht Klopp bei Tresoldi
Tresoldi? "Klopp muss niemandem hinterherlaufen"
Nicolò Tresoldi ist in Torlaune und rückt damit immer mehr in den Fokus der deutschen als auch italienischen A-Nationalmannschaft. Jürgen Klopp verspricht dem 22-Jährigen Bedenkzeit - Hitzlsperger äußert diesbezüglich Bedenken.
Nicolò Tresoldi steht vor der Wahl: Möchte er zukünftig für die deutsche oder italienische A-Nationalmannschaft spielen? Bundestrainer Jürgen Klopp hat dem 22-Jährigen Zeit zum Überlegen versprochen. Thomas Hitzlsperger hält dies für keine gute Idee – und widersprach dem Bundestrainer damit indirekt.
Entgegen Klopps Vorhaben mahnte der frühere Nationalspieler zur Eile. „Jemanden in Ruhe zu lassen, halte ich im Profi-Fußball für keine gute Lösung“, sagte er im Gespräch mit ran.
„Ich vermute, dass der Verband nicht erst nach seinem Hattrick in San Siro seine Bemühungen verstärkt, sondern das schon vorher getan hat“, sagte Hitzlsperger weiter, „denn dass Tresoldi gut ist, wussten die Insider schon viel früher“.
Seiner Meinung nach müsse Tresoldi aktiv aufgezeigt werden, „warum der DFB die richtige Wahl für ihn ist.“
Jürgen Klopp zeigte sich gelassen
Jürgen Klopp hatte am Mittwochabend erklärt, dass man dem Torjäger der deutschen U21-Nationalmannschaft Zeit lassen wolle, die Wahl zwischen der deutschen und italienischen Auswahl zu treffen.
„Der Junge muss das entscheiden in dem Moment, wo er es entscheiden kann. Und dann ist das absolut fein“, hatte sich Klopp bei DAZN zur „Causa Tresoldi“ geäußert.
Sowohl der deutsche Bundestrainer als auch Italiens neuer Chefcoach Roberto Mancini hoffen auf eine Zusage von Tresoldi und standen diesbezüglich schon mit ihm in Kontakt.
Nicht nur Hitzlsperger drängt zum Handeln
Bis jedoch eine Entscheidung zustande kommt, müssen sich die beiden Nationaltrainer noch etwas gedulden. Brügges Stürmer hatte zuletzt verkündet, die Wahl zwischen den Nationen erst nach der U21-Europameisterschaft im Sommer 2027 treffen zu wollen. Vorerst habe der 22-Jährige weiterhin „Spaß mit der deutschen U21“.
Neben Hitzlsperger hatte sich zuletzt auch der frühere DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff für den Torjäger des belgischen Erstligisten FC Brügge starkgemacht. Auch Bierhoff war der Meinung, „dass man keine Zeit verlieren sollte“ – und brachte zum Ausdruck, dass der 22-Jährige in Zukunft Deutschlands altbekanntes Stürmerproblem lösen könnte.
In der deutschen U21-Nationalmannschaft stellt Tresoldi eine wichtige Konstante dar. Der 22-Jährige entwickelte sich zu einem Torgaranten, erzielte bereits 16 Tore für die deutsche U21-Auswahl und führt diese als Kapitän an. Durch seine herausragenden Leistungen beim belgischen Erstligisten FC Brügge weckte der Angreifer nicht nur das Interesse verschiedener Topklubs, sondern brachte auch die Diskussion um seine zukünftige Nationalmannschafts-Karriere wieder ins Rollen.