Darts-EM: Martin Schindler stürmt ins Viertelfinale

Hier lässt Schindler Dortmund beben
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Hier lässt Schindler Dortmund beben

Gegen Jermaine Wattimena zeigt die deutsche Nummer eins eine starke Leistung und darf weiter von seinem ersten Major-Titel träumen. Luke Littler verzückt indes mit einem überragenden Average.

Großer Jubel in Dortmund! Martin Schindler hat bei der European Darts Championship (LIVE auf SPORT1) dank eines starken Auftritts das Viertelfinale erreicht und darf somit weiter auf seinen ersten Major-Titel hoffen.

Gegen den Niederländer Jermaine Wattimena siegte „The Wall“ vor heimischem Publikum mit 10:4 in den Legs. Dabei spielte er einen Drei-Dart-Average von 90,25 Punkten und überzeugte mit einer formidablen Doppelquote von 55,56 Prozent. Wattimena spielte zwar 92,05 Punkte, warf aber mehr Pfeile am Doppel vorbei (22,22 Prozent). Somit steht Schindler zum ersten Mal seit Ende 2023 wieder unter den letzten Acht eines großen TV-Turniers.

Martin Schindler steht im Viertelfinale von Dortmund
Martin Schindler steht im Viertelfinale von DortmundMartin Schindler steht im Viertelfinale von Dortmund© IMAGO/Jan Huebner

Darts: Schindler mit starkem Auftritt

Gleich im ersten Leg der Partie gelang der deutschen Nummer eins das Break gegen den Anwurf von Wattimena. Schindler ging mit einer 3:2-Führung in die erste Pause und zeigte auch im weiteren Spielverlauf starke Darts. Unter anderem checkte „The Wall“ 121 Punkte zum zwischenzeitlichen 6:3 – abermals gegen den Anwurf von des Niederländers. Auf der Doppel-Neun stellte er kurz darauf auf 7:3.

Auch das Scoring stimmte beim gebürtigen Strausberger: Vier 180er und acht 140er hämmerte Schindler ins Board. Gleich den ersten Matchdart versenkte er bei 80 Punkten Rest auf der Doppel-Zehn.

Für Schindler ist der Sieg gegen Wattimena ein großer Erfolg, nachdem er in diesem Jahr auf der großen Bühne bisher kaum Siege feiern konnte: Beim World Matchplay im Juli war Schindler in der ersten Runde ausgeschieden, den prestigeträchtigen World Grand Prix im September hatte er sogar erstmals seit fünf Jahren verpasst.

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Auch für die European Championship in Dortmund hatte sich Schindler erst auf den letzten Drücker qualifiziert und ging als Vorletzter der Setzliste ins Turnier. Am Samstag war ihm dann direkt der erste Achtungserfolg gelungen, als er Wessel Nijman, einen der stärksten Spieler der bisherigen Saison, mit 6:5 geschlagen hatte. Nun musste mit Wattimena der zweite Niederländer dran glauben.

Im Viertelfinale trifft Schindler am Sonntagnachmittag auf Jonny Clayton, der in der ersten Runde Schindlers Landsmann Niko Springer aus dem Turnier geworfen hatte. Im Achtelfinale schlug der Waliser Josh Rock mit 10:8.

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114,47 Punkte! Littler verzückt mit Mega-Average

Unter den besten Acht in Dortmund steht auch Weltmeister Luke Littler: Der 19-Jährige gewann sein Achtelfinale gegen Landsmann Nathan Aspinall souverän mit 10:5 Legs. Littler spielte dabei einen überragenden Average von 114,47 Punkten – der zweitbeste Wert in der Geschichte des Turniers. Nur Darts-Legende Phil Taylor warf bei der EM 2009 einst bessere Pfeile (118,14).

Damit darf sich Littler weiter Hoffnungen darauf machen, das letzte fehlende Puzzlestück seiner Titelsammlung einzusammeln. Die European Championship ist das einzige Major-Turnier der PDC, das „The Nuke“ in seiner Karriere noch nicht gewinnen konnte. In einem möglichen Halbfinale könnte Littler am Sonntagabend dann auf Schindler treffen.