Das deutsche Darts kann jederzeit explodieren

Schindlers Märchen endet erst im Finale
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Schindlers Märchen endet erst im Finale

Martin Schindlers Erfolg bei der EM in Dortmund hat Signalwirkung. Das deutsche Darts kann jederzeit explodieren. Ein Kommentar.

Niko Springer kann nicht an die Erfolge seines Debütjahrs auf der Tour anschließen, Ricardo Pietreczko steckte Anfang 2026 in einer tiefen Krise, Gabriel Clemens kämpft um seine Tourcard und auch Martin Schindlier blieb bislang hinter den Erwartungen zurück. Aus deutscher Sicht hätte das Darts-Jahr bis Sonntagabend deutlich besser verlaufen können.

Umso beeindruckender ist nun Schindlers historisches Meisterstück bei der European Championship! Als erster deutscher Darts-Profi erreichte „The Wall“ das Finale eines Major-Turniers der PDC. So sehr dieser Erfolg quasi aus dem Nichts kam, so sehr unterstreicht er: Das deutsche Darts kann jederzeit explodieren.

Darts-Hype in Deutschland immer größer

Der Hype der Sportart hält hierzulande seit Jahren an. Immer mehr Spieler sind Teil der PDC-Tour, die Einschaltquoten steigen, die professionellen Strukturen wachsen und auch im Amateurbereich bewegt sich viel in die richtige Richtung.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis auch auf ganz großer Bühne der Durchbruch gelingt. Dass es für Schindler vor heimischem Publikum in Dortmund nicht zum ganz großen Coup reichte, schmälert die Signalwirkung seines geschichtsträchtigen Triumphs nicht.

Deutscher Major-Sieger nur eine Frage der Zeit

Vielmehr demonstriert er, was im deutschen Darts noch möglich ist. Hält der Trend an, werden noch weitere Major-Finals folgen. Auch große TV-Titel und Deutsche in den Top Ten der Order of Merit dürfen künftig bejubelt werden.

Potenzial dafür ist reichlich vorhanden. Das hat Clemens mit seinem WM-Halbfinale 2023 ebenso bewiesen wie Max Hopp, Springer und Pietreczko mit ihren Titeln auf der European Tour. Nun hat Schindler – jüngst so gut platziert wie noch nie zuvor ein Deutscher in der Weltrangliste – bei der EM die nächste Stufe gezündet.

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Und einige vielversprechende Talente stehen bereits in den Startlöchern – um mit Junioren-WM-Finalist Jan Schmidt und Challenge-Tour-Turnier-Sieger Florian Preis nur zwei zu nennen. Dem deutschen Dartsport winkt eine erfolgreiche Zukunft.

(Ganz nebenbei haben sich auch die Fans am Wochenende bis auf einen kleinen Zwischenfall von ihrer besten Seite gezeigt. Sogar von Luke Littler gab es ein Lob. Sowohl der englische Superstar, der die Turniere auf deutschem Boden ansonsten meidet, als auch Schindlers Gegner wurden von Buhrufen und Pfiffen verschont.)