Gladbach tankt weiter Selbstvertrauen
So will Schröder die Gladbach-Krise beenden
Borussia Mönchengladbach legt nach dem ersten Sieg in der Bundesliga im DFB-Pokal nach. Allerdings schwächen sich die Gladbacher dabei auch selbst.
Arbeitssieg in Unterzahl: Borussia Mönchengladbach hat seinen zarten Aufwärtstrend unter Alexander Blessin auch im DFB-Pokal bestätigt. Das seit Wochen kriselnde Bundesliga-Schlusslicht bezwang das Zweitliga-Kellerkind Karlsruher SC 2:0 (1:0), zwei Kontertore brachten den Einzug ins Achtelfinale.
Robin Hack (7.) und Lukas Ullrich (49.) trafen im strömenden Regen für die Borussia, die in der Bundesliga zuletzt nach sechs Niederlagen ihren ersten Sieg gefeiert hatte. Nach der Roten Karte gegen Philipp Sander (39.) wartete ein hartes Stück Arbeit auf die Gladbacher – am Ende übersprangen die Fohlen aber wie schon in der zweiten Runde des Vorjahres die Hürde KSC.
„Wir sind Favorit, und das nehmen wir auch an“, hatte Blessin vor dem Spiel gesagt. Der VfL-Coach rotierte kräftig durch, wechselte den zuletzt überragenden Wael Mohya erst in der Schlussphase ein (86.) und brachte im Tor den Gladbach-Debütanten Daniel Batz. Trotz der Umstellungen startete die Borussia nach Wunsch: Der ebenfalls in die erste Elf gerückte Hack schloss einen mustergültigen Konter mit seinem ersten Saisontor ab.
Sander sieht Rot nach Videobeweis
Gladbach blieb nach der Führung zunächst am Drücker, überließ dem KSC aber ab der 25. Minute mehr und mehr das Geschehen – und schwächte sich selbst. Sander stoppte Shio Fukuda als letzter Mann, Schiedsrichter Florian Lechner zeigte Gladbachs Ersatzkapitän nach Ansicht der Bilder Rot. Beim Verlassen des Rasens lief Sander Blut aus dem rechten Auge über die Wange.
Schon vor einem Jahr war die Borussia als Bundesliga-Schlusslicht in der zweiten Runde auf den KSC getroffen (3:1), wie damals hieß es nun nach einer schnellen Führung zur Pause 1:0. Der Vorsprung wackelte aber nach dem Platzverweis bis zum Seitenwechsel gewaltig.
Der gerade eingewechselte Ullrich stellte zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 2:0, als er einen weiteren starken Konter mit einem Gewaltschuss abschloss. Danach verteidigte die Borussia den Vorsprung mit Erfolg – auch weil Karlsruhe wie schon drei Tage zuvor beim 1:6 in der Liga beim 1. FC Magdeburg kaum Durchschlagskraft entwickelte.