Deutliche Warnung von Hamann wegen Karl

von SPORT1
"Lenny scheißt sich nichts“
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"Lenny scheißt sich nichts“

Vor dem Auswärtsspiel der Bayern in Mainz ist Lennart Karl erneut Thema. Ein ehemaliger Bundesliga-Trainer äußert wegen einer Jubelgeste Kritik, Dietmar Hamann verteidigt ihn.

TV-Experte Mirko Slomka hat Lennart Karl zu einem reflektierteren Umgang mit Kritik geraten. Vor allem seine Jubelgeste nach seinem Tor gegen Atlético stieß dem langjährigen Bundesliga-Trainer dabei auf. „Ich würde ihm sagen, dass es gut wäre, wenn er kritikfähiger werden würde und dass er nicht gleich nach einem guten Spiel wieder so ein Zeichen macht“, erklärte Slomka bei Sky: „Das ist natürlich unpassend gewesen.“

Gleichzeitig betonte der 59-Jährige, dass er Karls selbstbewusstes Auftreten grundsätzlich nicht negativ bewertet: „Auf der anderen Seite wollen wir natürlich Spieler mit Selbstvertrauen und auch freche Spieler haben. Und dazu gehört er nun mal.“

Mirko Slomka beurteilte den Jubel von Lennart Karl
Mirko Slomka beurteilte den Jubel von Lennart KarlMirko Slomka beurteilte den Jubel von Lennart Karl© IMAGO/Sven Simon

Karl? „Jetzt versuchen wir den auch noch umzudrehen“

Ähnlich äußerte sich Sky-Experte Dietmar Hamann. „Jetzt haben wir zehn Jahre gewartet, dass wir einen finden, der anders ist. Jetzt haben wir einen und jetzt versuchen wir den auch noch umzudrehen“, sagte der frühere Nationalspieler: „Das sind alles Erfahrungswerte, und wenn dann Gegenwind kommt durch so eine Geste und durch seinen pinken Anzug, muss er selber damit umgehen.“

Slomka plädierte derweil dafür, den Youngster in seiner persönlichen Entwicklung „eng zu begleiten“. Dabei gehe es auch darum, Verhaltensweisen gemeinsam zu besprechen: „Was hast du damit eigentlich vorgehabt? Wollen wir mal darüber reden, ob man es vielleicht auch anders machen könnte?“, sagte der frühere Trainer von Hannover 96 und Schalke 04.

Karl? „Diese besonderen Spieler brauchen das“

Hamann ergänzte: „Natürlich kannst und musst du ihn begleiten, das wird der Verein auch machen. Aber ich habe mit Weltklasse-Spielern in der Kabine gesessen – es gibt Spieler, die brauchen das, die wollen anecken, dann holen sie das Beste aus sich heraus.“

Lennart Karl nach seinem Jubel gegen Atlético
Lennart Karl nach seinem Jubel gegen AtléticoLennart Karl nach seinem Jubel gegen Atlético© IMAGO/ZUMA Press Wire

Er selbst „hätte es nicht gemacht, weil ich gedacht hätte, du machst dich angreifbar. Da ist jeder anders. Aber diese besonderen Spieler brauchen das. Wie gut er ist, das werden wir dann sehen. Aber lass den Jungen sein und bleiben, wie er ist.“