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Dennis Schröder ist der größte Star des deutschen Teams
Dennis Schröder wirkt schon gut integriert ins Team, kann die Schwächephasen aber noch nicht verhindern © Getty Images
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Zum Autakt des Supercups in Hamburg feiert das DBB-Team einen klaren Sieg gegen Ungarn. Allerdings zeigt das Team nach starkem Start noch Licht und Schatten.

Das deutsche Team startet mit einem klaren 83:62-Sieg gegen Ungarn in den Supercup und feiert damit nach dem Erfolg gegen Schweden den zweiten Sieg in der WM-Vorbereitung.

Allerdings bot das Team von DBB-Coach Henrik Rödl heute durchaus Licht und Schatten.

Der Start war eine einzige Gala-Leistung des deutschen Teams, in dem Dennis Schröder bereits vollkommen integriert wirkte und das Spiel in Perfektion lenkte. Nicht umsonst wurde der Point Guard der Oklahoma City Thunder mit 19 Punkten bester Scorer des DBB-Teams. Daniel Theis (11) und Moritz Wagner (8) zeigten sich ebenfalls sehr treffsicher.

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DBB mit Traum-Auftakt

Als Belohnung gab es eine 15:0-Führung. Erst nach gut sechs Minuten konnten sich die Ungarn das erste Mal auf dem Scoreboard verewigen. Per Dreier kamen sie zum 15:3.

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Aber Deutschland zeigte sich weiter unbeeindruckt und zog zum Ende des ersten Viertels auf 23:4 davon.

Wagner mit ersten Punkten im DBB-Trikot

Im zweiten Viertel war das deutsche Spiel dann eher auf Spielkontrolle ausgelegt. In ausgeglichenen zehn Minuten kamen beide Seiten zu offensiven Aktionen, weshalb es mit 46:25 in die Halbzeit ging.

Für das Highlight des zweiten Abschnitts sorgte Deutschlands Talent Moritz Wagner. Der Center in Diensten der Washington Wizards sorgte per krachendem Dunking für seine ersten Punkte im Trikot des DBB.

Theis-Kritik und Kontrollverlust

Trotz dieser beruhigenden Halbzeitführung machte sich aber keine Zufriedenheit breit im deutschen Team. Vor allem Daniel Theis legte bei Magenta Sport den Finger in die Wunde. "Das erste Viertel haben wir sehr gut verteidigt. Im zweiten Viertel haben wir etwas nachgelassen. 19 Punkte, das ist zu viel."

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Er sollte Recht behalten. Im dritten Viertel wirkten Dennis Schröder und Co. teilweise völlig von der Rolle. Offensiv ging nur noch wenig zusammen und defensiv erlaubte man dem Gegner zahlreiche leichte Punkte. Gut 30 Sekunden vor Viertelende war Ungarn dann auf elf Punkte (55:44) heran. Das sollte aber auch der geringste Rückstand werden.

Rödl sieht das Positive

Rödl konnte der Phase nach dem Spiel sogar noch etwas Positives abgewinnen. "Ich glaube, dass wir eine sehr fokussierte erste Halbzeit gespielt haben. Wir waren so gut, dass wir den Gegner auch etwas eingeschüchtert haben. Dann haben unsere Spieler die Spannung etwas verloren. Das ist aber auch eine gute Erfahrung in einem Vorbereitungsspiel."

Bereits in der Halbzeit lenkte Patrick Femerling den Fokus weg vom reinen Ergebnis hin zur Entwicklung des Teams. "Defensiv müssen wir an ein, zwei Dingen arbeiten. Die Ungarn haben nicht alles getroffen, aber es geht auch nicht um das Ergebnis, sondern darum, besser zu werden. Bei der WM kommen noch andere Kaliber auf uns zu. Daher müssen wir uns weiterentwickeln."

Schröder und Lo mit Arbeitsteilung im Schlussviertel

Diese Weiterentwicklung zeigte das Team und fand im vierten Viertel zur alten Souveränität zurück. Zu Beginn des Schlussviertels bekam Dennis Schröder eine Verschnaufpause und wurde durch Maodo Lo ersetzt. Das war schon mal ein erster Fingerzeig auf die Rolle, die Lo während der WM spielen soll. Und er nahm die Rolle an. Der Spieler von Bayern München führte sein Team wieder zu einer 66:47-Führung.

Damit war Ungarn endgültig gebrochen und Deutschland brachte das Spiel ruhig Richtung Ende. Am Schluss stand ein ungefährdeter 83:62-Erfolg und die Erkenntnis, dass schon vieles in die richtige Richtung läuft, aber auch noch einiges zu verbessern ist.

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