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Düsseldorf - Beachvolleyballstar Kira Walkenhorst feiert am Wochenende (LIVE im TV auf SPORT1) ihr Comeback auf der Beachtour. Die Umstände sind dabei außergewöhnlich.

Es kam alles ganz anders als erwartet. Eigentlich hatte sich Kira Walkenhorst ja in Ruhe mit Melanie Gernert auf ihr Comeback vorbereiten wollen - dann wirbelte Corona die Pläne der 29-Jährigen gehörig durcheinander.

Jetzt aber, nach einer Mini-Vorbereitung mit neuer Partnerin, kehrt die Beachvolleyball-Olympiasiegerin am Wochenende in Düsseldorf zurück in den Sand. (Road to Timmendorf in Düsseldorf: Sa., ab 15.30 Uhr und So., ab 16 Uhr LIVE im TV und STREAM)

Mit dem klaren Ziel: Sich für die deutschen Meisterschaften zu qualifizieren.

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"Die Nervosität ist noch nicht da, aber ich bin mir sicher, dass die vor dem Spiel noch kommen wird", sagt Walkenhorst.

Bisher blieben der Wahl-Hamburgerin für solche Gedanken schlichtweg keine Zeit - denn erst seit Kurzem steht fest, dass sie mit der 18 Jahre jungen Anna-Lena Grüne um ein Ticket für die deutschen Titelkämpfe in Timmendorfer Strand (3. bis 6. September) kämpft.

Walkenhorst mit zwei Wochen Vorbereitung

"Wir hatten zwei Wochen Vorbereitung, wir haben ein gutes Niveau auf nationaler Ebene. Deswegen ist mein Ziel, dass wir uns für Timmendorf qualifizieren," sagt Walkenhorst. 

Allerdings muss sich das neu formierte Duo erst einmal einspielen. Das eigentlich geplante Comeback an der Seite von Melanie Gernert fiel zunächst der Pandemie zum Opfer, stattdessen standen für Walkenhorst erst einmal ihre Familie und gleich drei Kinder im Vordergrund.

"Es waren jetzt vier Monate, in denen wir uns, wie viele andere Eltern auch, 24/7 um die Drillinge zu Hause kümmern mussten", sagt Walkenhorst, deren Ehefrau Maria im Herbst 2018 die Drillinge Emma, Pepe und Mo zur Welt brachte. "Da war an Sport bis auf ein paar Stabilitäts-Übungen nicht wirklich zu denken."

Partnersuche "sehr kurzfristig und mit vielen Fragezeichen"

Als vor knapp zwei Wochen dann der Anruf kam, dass die Kita in Hamburg wieder öffnet, Walkenhorst die Kinder insofern in eine andere Betreungs-Obbut geben könnte, "stand ich ohne Partnerin da", sagt sie. Zur Erklärung: Gernert hatte sich nach Absprache bereits eine neue Mitspielerin gesucht.

Obwohl alles "sehr kurzfristig und mit vielen Fragezeichen versehen" war, hielt die Weltmeisterin von 2017 dennoch an ihrem Vorhaben fest, die Bundesnachwuchstrainer brachten schließlich Anna-Lena Grüne ins Spiel.

Mit ihr will Walkenhorst nun noch einmal angreifen, bremst aber die Erwartungen: "Ich bin natürlich noch nicht auf dem Niveau von 2016."

Zur Erinnerung: Vor vier Jahren hatte sich Walkenhorst mit ihrer damaligen Partnerin Laura Ludwig in Rio zu Olympia-Gold geschmettert.

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Olympia-Traum lebt bei Walkenhorst

Und auch noch einmal bei den Spielen zu starten, mag Walkenhorst nicht ausschließen: "Wenn ich merke, dass mein Körper das schmerzfrei mitmacht, dann könnte ich mir Paris 2024 tatsächlich vorstellen. Aber das kommt natürlich auch ein bisschen auf die Partnerin an."  Die Spiele in Tokio 2021 waren ohnehin kein Thema, da Walkenhorst den Quali-Zyklus ab 2019 nicht gespielt hat. So wäre erst Paris wieder eine Möglichkeit

Vorher muss sich Walkenhorst aber erst wieder an die Spitze herantasten: "Die erste Woche hatte ich großen Muskelkater, aber es pendelt sich ein", sagt sie.

Im August 2018 hatte Walkenhorst ihr vermeintlich letztes Spiel bestritten, bevor sie verletzungsbedingt ihre Karriere vorerst beendete. Das Training habe sie in dieser Zeit teilweise nach zehn Minuten abbrechen müssen, erinnert sich die 29-Jährige. "Irgendwann habe ich es laut ausgesprochen: Das war es, es geht nicht mehr."

Nun aber geht es doch wieder.

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