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München - Die deutschen Darts-Fans stehen wieder einmal in der Kritik. Mehrere Stars regen sich über die Zuschauer bei der European Darts Championship in Göttingen auf.

Die European Darts Championship ist Geschichte, die Darts-Fans dürfen sich in Rob Cross über einen neuen Europameister freuen.

Doch was nach dem Turnier in Göttingen auch hängen bleibt, ist die erneute Kritik an den deutschen Fans. So haben sich gleich mehrere Darts-Stars über das Publikum in Niedersachsen ausgelassen. Ein Grund: Gerade einmal 200 bis 300 Fans verirrten sich an Tag eins in die Lokhalle.

Gerwyn Price gab zu, "ein wenig enttäuscht" von der Kulisse gewesen zu sein. "Normalerweise ist es immer sehr voll in den deutschen Hallen. Heute waren es 200 bis 300 Fans, das war schon wenig", so der Darts-Rüpel, der sich im Finale mit 6:11 geschlagen geben musste, im Gespräch mit der dpa

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Zwar sahen das Endspiel rund 3000 Besucher - kein Vergleich jedoch zu den Besucherzahlen aus dem Vorjahr, als mehr als 25.000 Zuschauer nach Dortmund gekommen waren. Auch der Niederländer Jeffrey de Zwaan, der überraschend Peter Wright aus dem Turnier warf, fand die Atmosphäre "ein bisschen enttäuschend."

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Cross: "Das Pfeifen ist unverschämt"

Die Gründe für das maue Zuschauerinteresse liegen auf der Hand: Kein einziger deutscher Profi hatte die Qualifikation für die EM geschafft. 

Für Price stand trotz der leeren Bierbänke und Tische der Sport im Vordergrund. "Mich interessiert es nicht, ob 5000 Menschen hier sind oder nur einer - solange ich gewinne". Sein Vorhaben konnte der Waliser nicht wie gewünscht in die Tat umsetzen, gegen Cross war er chancenlos. Doch auch "The Voltage" ärgerte sich nach dem Gewinn seines zweiten Titels bei einem TV-Event der PDC innerhalb von drei Monaten über das Verhalten der Fans.

Price, der durch sein Benehmen am Oche häufig polarisiert, hatte im Endspiel mit Pfiffen und Buhrufen gegen sich zu kämpfen. Cross kritisierte dieses Verhalten der Zuschauer nach seinem Triumph scharf: "Das Anfeuern und die Buhrufe sind in Ordnung, aber das Pfeifen ist unverschämt."

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Bereits im Juli hatte der frühere Weltmeister nach dem German Darts Masters in Köln Kritik geübt. "Jedes Mal, wenn man in Deutschland spielt, ist das Publikum respektlos. Es ist vermutlich das respektloseste, gegen das ich je gespielt habe", sagte Cross damals bei Live Darts TV.

Selbst gegen die deutschen Spieler teilte er aus. "Wenn du als Spieler diese Fans hinter dir vereinen musst, um gut zu sein, hilft dir das nirgendwo anders. Manche Spieler müssen das aber scheinbar."

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