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München - Weil er wegen der Corona-Pandemie nicht mehr nach Belgien kann, findet Dimitri van den Bergh Unterschlupf beim Darts-Weltmeister. Die drei Monate prägen ihn.

Er gehörte zu den vielen Menschen, die beim Ausbruch der Coronavirus-Pandemie nicht mehr zurück in ihre Heimat durften.

Dimitri van den Bergh spielte gerade ein Darts-Turnier in Großbritannien, als er erfuhr, dass Belgien die Grenzen dicht gemacht hatte und auch ihn nicht mehr einreisen ließ.

Doch der Juniorenweltmeister von 2017 und 2018 hatte Glück im Unglück. Denn er fand in England Unterschlupf - und zwar bei einem ganz besonderen Typen. Weltmeister Peter Wright lud den 25-Jährigen im März kurzerhand zu sich auf den Bauernhof in der Grafschaft Suffolk ein.

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Insgesamt drei Monate lebte van den Bergh bei "Snakebite" und ist in seinem "Asyl" richtig heimisch geworden. "Ich denke, dass die Freundschaft zwischen uns beiden dadurch jetzt viel, viel besser ist", sagte er in einem Instagram-Live-Video bei SPORT1.

Der gebürtige Schotte sei für van den Bergh nicht nur ein großartiger Gastgeber gewesen. Der Aufenthalt auf dem riesigen Bauernhof habe ihm auch noch mehr motiviert, mit dem Darts weiterzumachen.

Van den Bergh schwärmt von Wrights Traumhaus

"Ich habe seine Familie besser kennengelernt und konnte sehen, wie er lebt. Und das hat mir die Augen geöffnet, denn das hat mir gezeigt, was ich als Dartsspieler in der Zukunft noch erreichen kann", sagte die Nummer 26 der Welt über Wright, der mit seinen 50 Jahren genau doppelt so alt ist wie van den Bergh.

Irgendwann, so der Belgier mit dem Spitznamen "The Dreammaker", wolle er sich auch "so ein Traumhaus" leisten können.

Bei dem Schotten mit dem markanten Irokesen-Schnitt und den ausgefallenen Klamotten habe er hautnah erfahren, warum sein Gastgeber zu den besten Spielern der Welt gehöre.

"Ich finde sogar, dass Peter auf der großen Bühne noch gar nicht alles gezeigt hat, was er drauf hat. Was ich von Peter Wright am Practice Board gesehen habe, ist der absolute Wahnsinn", schwärmt van den Bergh. Wright habe ihm viele wichtige Tipps gegeben.

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Und natürlich: In dieser Zeit vermisste van den Bergh seine Familie sehr. Als er vor kurzem wieder nach Hause konnte, gab es ein höchst emotionales Wiedersehen. "Es wusste keiner, dass ich nach Hause komme, das war eine Überraschung! Das war richtig schön", so der Belgier.

Von den deutschen Darts-Spielern hält er am meisten von Gabriel Clemens. "Ich war schon immer ein großer Fan von Gaga", verriet er, "weil er auch so ein toller Mensch ist und nie den Boden unter den Füßen verliert. Ich traue Gabriel auch zu, die neue deutsche Nummer 1 zu werden. Ich sehe ihn wirklich in den Top 16 der Welt."

Auf jeden Fall aber hat er für die Zukunft auch den Sieger der Super League auf dem Zettel. Denn: "Jedes Mal, wenn die Super League einen deutschen Spieler zur WM schickt, zeigt der Spieler eine bärenstarke Leistung in London."

2021 darf man sich von Nico Kurz also Großes erwarten.

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