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Gabriel Clemens und Max Hopp gelingt mit dem Halbfinaleinzug beim World Cup of Darts Historisches. Laut Robert Marijanovic dürfen sich die Fans aber auf noch mehr freuen.

Ein Darts-Märchen ohne Happy End!

Als die 0:2-Halbfinalpleite von Max Hopp und Gabriel Clemens beim World Cup of Darts besiegelt war, gab es lange Gesichter im deutschen Team. Zu klar war die Niederlage gegen den späteren Titelträger Wales.

Dass der Einzug in die Vorschlussrunde das beste deutsche Ergebnis aller Zeiten beim einzigen Team-Wettbewerb der PDC-Tour war, wäre dabei fast unter den Tisch gefallen. Nachdem selbst Darts-Experte Wayne Mardle schon frühzeitig das deutsche Duo zu den Favoriten auf den Sieg gezählt hatte, schien der große Triumph schon zum Greifen nahe.

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Der Viertelfinal-Sieg gegen die Niederlande mit Superstar Michael van Gerwen nährte diese Hoffnung zusätzlich.

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Doch mit einigem Abstand werden auch der "Maximiser" und der "German Giant" realisieren, was sie für die deutsche Darts-Szene geleistet haben. "Wir sind jetzt wieder ganz groß auf der Darts-Landkarte aufgetaucht", konnte SPORT1-Experte Robert Marijanovic die Leistung kaum hoch genug einschätzen.

Deutschland hat "vielleicht ein paar Jahre aufgeholt"

Für den Freudenstädter war dieser Coup vielmehr ein Zeichen dafür, dass sich im deutschen Darts einiges bewegt. "Ich sage immer, wir haben ungefähr eine Generation Rückstand zu den großen Darts-Nationen England und Holland. Vielleicht haben wir dieses Jahr mit dem World Cup und den Spielern, die vorne mit dabei sind, ein paar Jahre aufgeholt."

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Grund für diese Einschätzung sei die Tatsache, dass der Halbfinaleinzug nicht nur aufgrund der Schwäche der Konkurrenten zustande kam. Natürlich hätten Hopp und Clemens auch das nötige Quäntchen Glück gehabt für so einen Erfolg, jedoch auch mit starken Leistungen überzeugt. Aber entscheidend für den Robstar ist: "Es war lange noch nicht die Topleistung der beiden. Ich kenne die beiden, habe schon mit ihnen trainiert und die können noch einiges oben drauflegen."

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Dazu dürfen sich die deutschen Darts-Fans noch lange an den aktuellen Stars um Clemens, Hopp, Martin Schindler und Nico Kurz erfreuen. Denn lediglich "GaGa" Clemens ist mit seinen 37 Jahren bereits jenseits der Dreißig. Die anderen sind Anfang bis Mitte Zwanzig und haben noch den Großteil ihrer Karriere vor sich.

Marianovic: "Ganzer Schwarm von jungen Spielern"

"Da ist richtig Feuer unterm Dach und das macht Deutschland gerade zur Darts-Nation", ist sich Marijanovic deswegen sicher.

Aber nicht nur die aktuelle Darts-Riege macht Lust auf mehr. Die nächsten Stars stehen schon in den Startlöchern. Gerade in der Altersklasse von 14 bis 18 Jahren sieht er enormes Potenzial, das nach oben drängt. "Ich merke, wie da ein ganzer Schwarm hochkommt von jungen, talentierten Spielern."

Gerade für diese Spieler sind die Erfolge von Hopp und Co. Ansporn, den Traum von der Darts-Karriere zu verfolgen. "Die schauen auf zu Clemens, zu Hopp, zu Kurz oder Schindler. Die möchten da auch hin. Die sind richtig geil drauf, im Darts besser zu werden."

Deutscher Coup bei der WM?

Die nächste Möglichkeit, sich dem Nachwuchs zu präsentieren, bekommen die deutschen Darts-Stars beim Grand Slam of Darts (ab 16. November LIVE auf SPORT1), ehe im Dezember wieder das Highlight ansteht - die Darts-WM. Auch dort traut Marijanovic seinen Kollegen einiges zu.

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Clemens und Hopp sieht er in der dritten Runde. Dazu könnte Kurz, wie schon im vergangenen Jahr, wieder groß auftrumpfen. "Nico Kurz ist so eine Wundertüte. Der hat letztes Jahr so geil gespielt und mit Joe Cullen auch einen Top16-Spieler geschlagen."

Das Talent und das Können habe der 23-Jährige, ist sich Marijanovic sicher. "Wenn dann das Schicksal etwas mitspielt und der ein oder andere Darts da landet, wo der Gegner es nicht haben will, dann kann da auch einiges gehen."

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