Das Chaos-Duell der DEL im Video
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Die Augsburger Panther und die Fischtown Pinguins Bremerhaven liefern sich ein giftiges und torreiches Duell im Kampf um die Playoffs in der DEL.

Die Augsburger Panther und die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben sich das hitzigste Duell des 50. Spieltages in der DEL geliefert.

Sage und schreibe 81 Strafminuten sprachen die Schiedsrichter im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion aus, insgesamt fielen elf Tore.

Am Ende setzten sich die Norddeutschen dramatisch mit 6:5 (2:2, 4:2, 0:1) durch, stehen damit auf Platz 5 in der Tabelle und machten den Einzug in die Pre-Playoffs klar. (DEL-Tabelle)

Für Augsburg auf Platz zwölf schwinden dagegen die Hoffnungen auf die Post-Season.

"Noch nie im Leben erlebt"

"So ein Spiel habe ich noch nie in meinem Leben gespielt, so viele Strafen. Aber am Ende hatten wir das Quäntchen Glück", sagte Fischtown-Verteidiger Kevin Lavalle zu SPORT1.

Bremerhaven ging durch einen Doppelschlag von Mike Moore in der 7. und 8. Minute schnell mit 2:0 in Führung, ehe Augsburg noch im ersten Drittel konterte.

Durch zwei Powerplay-Tore von Thomas Holzmann (9.) und Gabe Guentzel (19.) glichen die Hausherren wieder aus.

Im zweiten Drittel drohte die hart geführte Partie gänzlich aus den Fugen zu geraten. Wegen der vielen Strafzeiten waren fast durchgängig die Special Teams auf dem Eis.

Jordan Owens traf zum 3:2 für die Pinguins (22.), Wade Bergman (24.) und Kris Newbury (25.) schossen mit zwei Powerplay-Toren sogar eine 5:2-Führung heraus. 

Doch Augsburg anwortete ebenfalls mit zwei Überzahltoren. Simon Sezemsky (27.) und Trevor Parkes (32.) brachten ihre Mannschaft auf 4:5 heran.

Bremerhavens Nicholas Jensen zog sich bei diesem unfairen Check von Trevor Parkes eine blutende Platzwunde am Kopf zu © SPORT1

Platzwunde nach Bandencheck

Dann folgte die umstrittenste Szene der Partie: Augsburgs Trevor Parkes checkte Bremerhavens Nicholas Jensen überhart gegen die Bande. Jensen zog sich eine Platzwunde am Kopf zu, musste auf dem Eis behandelt werden.

Parkes bekam für sein Einsteigen eine Zeitstrafe aufgebrummt. Weil ihm diese Strafe aber nicht hart genug ausfiel, stürmte der gefoulte Jensen, der schon zur ärztlichen Untersuchung in die Katakomben geführt worden war, nochmal auf die Unparteiischen auf dem Eis zu und deutete auf seine blutende Wunde.

Die Schiedsrichter stellten daraufhin erst den motzenden Jensen für die gesamte Spielzeit vom Eis, korrigierten aber auch ihre Entscheidung gegen Parkes zu einer Spielstrafe.

Kaum hatten sich die Wogen etwas gelegt, sorgte Bremerhaven für die Vorentscheidung: Jason Bast traf im Vier-gegen-Vier zum 6:4 für die Pinguins.

Augsburg verkürzte im Schlussdrittel zwar noch einmal mit seinem fünften Powerplay-Tor, die Pinguins retteten ihre Führung aber über die Zeit und brachten damit den Einzug in die Pre-Playoffs unter Dach und Fach.

München verliert ohne Olympia-Helden

Im Spitzenspiel des 50. Spieltages setzten sich die Eisbären Berlin im Duell mit Meister München, der als einziger Verein auf den Einsatz seiner Olympia-Starter verzichtete, mit 3:2 (1:0, 2:1, 0:1) durch und wahrten den Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Nürnberg Ice Tigers auf Platz zwei.

Die Franken verpassten mit einem 2:1 (1:0, 1:1, 0:0) den Hoffnungen der elftplatzierten Düsseldorfer EG auf die Teilnahme an den Pre-Playoffs einen Dämpfer. Den Siegtreffer für die Ice Tigers erzielte ausgerechnet Silbermedaillengewinner Leonhard Pföderl.

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