Eiskalt: Mit diesem Tor macht Berlin das Finale fix
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Die Eisbären Berlin ziehen nach einem knappen Sieg gegen die Thomas Sabo Ice Tigers in das DEL-Finale ein. Die Entscheidung fällt erst kurz vor Schluss.

Der erste Matchball saß: Die Eisbären Berlin stehen fünf Jahre nach ihrem letzten Titelgewinn wieder in der Finalserie um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) setzte sich im sechsten Spiel auswärts bei den Nürnberg Ice Tigers mit 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) durch und gewann die packende Halbfinalserie mit 4:2. Ab Freitag kämpfen die Eisbären gegen Titelverteidiger Red Bull München um ihren achten DEL-Titel. (SERVICE: Spielplan und Playoff-Stand der DEL-Playoffs)

Torschütze des Siegtreffers war Mark Olver 3:32 Minuten vor dem Ende des Schlussdrittels (57.). Nürnberg war vor 7672 Zuschauern durch die Nationalspieler Yasin Ehliz (7.) und Leo Pföderl (35.) jeweils in Führung gegangen, die etwas abgeklärter und frischer wirkenden Berliner glichen jeweils fast postwendend durch Frank Hördler (9.) und Jamison McQueen (38.) aus.

München bereits im Finale  

Münchner, die unter dem ehemaligen Berliner Meistertrainer Don Jackson Titelgewinner der beiden vergangenen Jahre, hatten die Finalserie nach dem Modus "best of seven" bereits am Freitag erreicht. Die dominierende Mannschaft der DEL gewann vor eigenem Publikum 5:0 gegen Adler Mannheim und beendete die Halbfinalserie souverän mit 4:1 Siegen. Nürnberg, Finalist der Jahre 1999 und 2007, war bereits in den beiden vergangenen Jahren im Halbfinale gescheitert, dabei jeweils an den Grizzlys Wolfsburg.

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Nürnberg begann mit hohem Tempo, erspielte sich eine Vielzahl von Chancen, Berlin dagegen fiel zunächst nur durch übergroße Härte auf - die von den Schiedsrichtern nur unzureichend geahndet wurde. Nach weniger als einer Minute hätte Eisbären-Center James Sheppard durchaus vom Eis fliegen können. Der Kanadier lies sein Bein stehen, Nürnbergs Dane Fox verletzte sich so schwer, dass er nicht mehr weiterspielen konnte, sehr zum Unmut der Nürnberger Anhänger.

Bei ihrer zweiten Überzahlsituation gingen die Gastgeber durch Nationalspieler Ehliz verdient in Führung. Der Ausgleich für die Eisbären fiel völlig überraschend. Nürnbergs Torhüter Niklas Treutle machte beim Schlenzer von Hördler keine gute Figur. 

Berlins Torhüter glänzt

Nach dem Ausgleich tat sich Nürnberg zunehmend schwerer, die Eisbären unter Druck zu setzen. Die Ice Tigers kamen kaum noch gefährlich ins gegnerische Drittel - darüber hinaus hatten die Berliner in Torhüter Petri Vehanen erneut ihren herausragenden Spieler - bis Nationalspieler Pföderl mit seinem zehnten Tor in den Playoffs die erneute Führung der Ice Tigers erzielte. Doch wieder glich Berlin fast postwendend aus. Diesmal war Treutle die Sicht versperrt.  

Als David Steckel nach einem Check gegen Jonas Müller vom Eis gestellt wurde, musste Schiedsrichter-Boss Lars Brüggemann von den Ordnern vor wütenden Nürnberger Fans geschützt werden.

Bei den Berlinern war die Freude nach dem Abpfiff riesengroß. "Ich bin überglücklich, dass wir wieder im Finale stehen. Wir waren lange nicht mehr im Finale", sagte Kapitän André Rankel bei Telekom Eishockey. Es ist das erste Mal seit 2013, dass die Mannschaft aus der Hauptstadt um den Titel mitspielt.

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