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Ingolstadt gelingt gegen Nürnberg eine furiose Aufholjagd
Ingolstadt gelingt gegen Nürnberg eine furiose Aufholjagd © Getty Images
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München - Der ERC Ingolstadt siegt im Derby gegen die THOMAS SABO Ice Tigers spektakulär. Einen 1:3-Rückstand drehen die Gäste im letzten Drittel.

0:1, 1:1, 2:1, 3:1, 3:2, 3:3, 3:4.

Die THOMAS SABO Ice Tigers und der ERC Ingolstadt haben sich am Sonntagnachmittag in der Deutschen Eishockey Liga ein spektakuläres Derby geliefert - mit einem guten Ende für die Gäste.

Nachdem die Ingolstädter bereits nach zwei Minuten einen ersten Warnschuss abgegeben hatten, bescherte Colton Jobke ihnen nur wenig später die frühe Führung (6.). Der Puck rutschte trotz viel Verkehr vor dem Gehäuse der THOMAS SABO Ice Tigers durch und zappelte im Netz.

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Ingolstadt vergibt Penalty

Dem ERC kam durch die Führung noch besser in die Partie und zu weiteren Gelegenheiten. Die Franken näherten sich immer wieder dem gegnerischen Tor, konnten zunächst aber zu wenig Druck auf ihren Kontrahenten ausüben.

Kurz nach dem Anpfiff des zweiten Drittels hätte Ingolstadt den Spielstand in die Höhe schrauben können. Patrick Cannone verpasste es aber, einen Penaltyschuss zu verwandeln (23.).

THOMAS SABO Ice Tigers drehen im zweiten Drittel auf

Und Ingolstadt wurde dafür bestraft. Brandon Buck gelang nach einer knappen halben Stunde der Ausgleichstreffer für Nürnberg (28.).

Noch vor dem Ende des zweiten Drittels führte Nürnberg die Wende herbei. Nur 180 Sekunden nach dem 1:1 bescherte Chris Brown den Gastgebern die 2:1-Führung (31.).

Bruck schnürte nach 37 Minuten seinen persönlichen Doppelpack und erhöhte auf 3:1.

ERC macht aus einem 1:3 ein 4:3

Ingolstadt gab sich aber nicht auf und belohnte sich dafür selbst. Erst verkürzte Petr Taticek (46.), dann markierte Tim Wohlgemuth das 3:3 (47.). In der 52. Minute fiel durch Mike Colins das 4:3 aus der Sicht der in weiß gekleideten Gäste.

Ein starkes Comeback, mit dem Ingolstadt seine dritte Partie in Serie für sich entschied. Die Bayern klettern in der Tabelle der DEL damit auf den dritten Platz. Die Nürnberger kassieren derweil ihre dritte Saison-Niederlage und sind nur noch Neunter.

"Zwei schnelle Gegentore brachen uns das Genick"

Nürnbergs Tim Bender haderte nach Spielschluss bei SPORT1: "Die zwei schnellen Gegentore haben uns das Genick gebrochen. Wir haben wie in fast jedem Spiel dumme Strafzeiten bekommen. Das kostet uns jedes Mal den Sieg. Es lag mehr an uns als an Ingolstadt, dass wir verloren haben."

Für Ingolstadts 3:3-Schützen Wohlgemuth war der Schlüssel zum Erfolg die "brutale Konsequenz" und die "harte Arbeit" in der Offensive.

Das Spiel im Stenogramm:

THOMAS SABO Ice Tigers - ERC Ingolstadt 3:4 (0:1, 3:0, 0:3)
Tore: 0:1 Jobke (5:11), 1:1 Buck (27:29), 2:1 Brown (30:35), 3:1 Buck (35:21), 3:2 Taticek (45:22), 3:3 Wohlgemuth (46:59), 3:4 Collins (51:10)
Zuschauer: 4014
Strafminuten: Nürnberg 8 - Ingolstadt 10 

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