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Die Adler Mannheim haben den vorzeitigen Halbfinaleinzug knapp verpasst. Nach Overtime gehen die Thomas Sabo Ice Tigers als Sieger vom Eis.

Die Adler Mannheim haben es verpasst, als erstes Team ins Halbfinale der DEL-Playoffs einzuziehen. In einem hart umkämpften und spektakulärem Spiel musste sich das beste Team der Hauptrunde den Thomas Sabo Ice Tigers mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben. Damit verhinderten die Nürnberger den Sweep und erzwangen ein fünftes Match.

Dabei hatte es nach dem ersten Drittel nicht unbedingt ausgesehen, als wenn die Hausherren die Serie verlängern könnten, zu dominant wirkten die Mannheimer. Dass es mit einem torlosen Unentschieden in die Drittelpause ging, war hauptsächlich der Verdienst von Goalie Niklas Treutle.

Per Powerplay zum Erfolg

Im zweiten Drittel wurde es dann aber wild. Beide Teams kannten nur noch den Vorwärtsgang. Chancen ergaben sich hüben wie drüben wie am Fließband. Aber auch beide Torhüter hatten einen richtig starken Tag erwischt und entschärften einen Schuss nach dem anderen.

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Aber in der 27. Minute war es dann doch soweit. In Überzahl nutzte Matthias Plachta einen Abpraller und brach den Torbann. Nürnberg ließ sich davon allerdings nicht beirren und spielte direkt weiter nach vorne. Die Belohnung war der Ausgleich durch Brandon Segal (33.).

Doch erneut war es ein Powerplay, das den Hausherren zum Verhängnis wurde. Diesmal war es Mark Katic, der von der blauen Linie für die erneute Mannheimer Führung sorgte (38.). Die letzten Minuten des Drittels waren dann von zahlreichen Strafen geprägt, so dass beide Teams mit vier Mann in das Schlussdrittel gingen.

Nürnberg dreht das Spiel

In diesem ging es dann genau da weiter, wo beide Teams aufgehört hatten. Mannheim begann mit leichten Vorteilen, aber Nürnberg kämpfte verbissen um den Ausgleich, für den dann Daniel Weiß in der 53. Minute sorgte.

Kurz vor dem Ende sah es nach dem 3:2 von Patrick Reimer (57.) nach einem Nürnberger Erfolg aus. Doch nachdem die Gastgeber noch einen Penalty vergaben, schlugen die Adler noch einmal zurück.

Wenige Sekunden vor Schluss rettete Andrew Desjardins die Mannheimer in die Verlängerung.

Reimer als Matchwinner

In der 66. Minute avancierte Patrick Reimer zum Matchwinner für die Franken. Nach einem stark herausgespielten Konter musste er nur noch einschieben.

"Das war ein gutes Ende für uns. Ich glaube, heute hatten wir es zum Ende hin auf jeden Fall verdient. Jetzt haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, Sonntag geht es weiter", zeigte sich der Matchwinner bei SPORT1 zuversichtlich für die nächste Aufgabe.

Die Spiele im Stenogramm:

Thomas Sabo Ice Tigers - Adler Mannheim 4:3 (0:0, 1:2, 2:1, 1:0) n.V.
Tore: 0:1 Plachta (27:56), 1:1 Segal (31:57), 1:2 Katic (34:49), 2:2 Weiss (53:03), 3:2 Reimer (56:27), 3:3 Desjardins (59:32), 4:3 Reimer (65:09)
Zuschauer: 7111
Strafminuten: Nürnberg 14 - Mannheim 18
Play-off-Stand: 1:3

Eisbären Berlin - Red Bull München 2:5 (0:2, 0:2, 2:1)
Tore: 0:1 Shugg (0:28), 0:2 Aulie (17:39), 0:3 Mauer (33:37), 0:4 Joslin (39:43), 0:5 Ehliz (49:10), 1:5 Sheppard (51:17), 2:5 Rankel (58:36)
Zuschauer: 14.200
Strafminuten: Berlin 22 - München 20
Play-off-Stand: 1:3

Düsseldorfer EG - Augsburger Panther 1:2 (0:0, 1:2, 0:0)
Tore: 0:1 McNeill (21:50), 0:2 Stieler (22:49), 1:2 McKiernan (35:04)
Zuschauer: 11.027
Strafminuten: Düsseldorf 6 - Ausgburg 14 plus Disziplinar (Schmölz)
Play-off-Stand: 2:2

ERC Ingolstadt - Kölner Haie 3:2 (1:0, 1:1, 0:1, 1:0) n.V.
Tore: 1:0 Wohlgemuth (3:00), 1:1 Genoway (32:39), 2:1 Olson (34:29), 2:2 Oblinger (54:11), 3:2 Mashinter (63:26)
Zuschauer: 4815
Strafminuten: Ingolstadt 12 plus Disziplinar (Koistinen) - Köln 6 plus Disziplinar (Schütz)
Play-off-Stand: 3:1

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