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Die Adler Mannheim sind nur noch einen Sieg vom Titelgewinn entfernt. In Spiel vier gegen Red Bull München sorgt ein Blitz-Dreierpack für die Entscheidung.

Nach 126 furiosen Sekunden war der erste Matchball für die Adler Mannheim perfekt: Der Hauptrundensieger setzte sich im vierten Play-off-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach einem stürmischen zweiten Drittel souverän mit 4:0 (0:0, 3:0, 1:0) bei Titelverteidiger Red Bull München durch und machte einen riesigen Schritt zu seinem achten Meistertitel.

Cody Lampl brachte die Adler nach einem ausgeglichenen ersten Drittel vor 6142 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Eishalle in der 24. Minute in Führung. Kurz darauf erhöhten Benjamin Smith (25.) und Phil Hungerecker (26.) sogar auf 3:0 - und das alles in spektakulären 126 Sekunden. Matthias Plachta (42.) machte schließlich alles klar.

Das Team von Trainer Pavel Gross ging in der Best-of-seven-Serie mit 3:1 in Führung. Bereits am Freitag (ab 19.30 Uhr LIVE in TV auf SPORT1) könnten die Adler im Gigantenduell der beiden überragenden Teams dieser Saison in heimischer Halle die Meisterschaft perfekt machen.  

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München mit dem Rücken zur Wand

"Die fünf Minuten im zweiten Spieldrittel waren natürlich spielentscheidend. Da haben die Jungs gut Gas gegeben und die Chancen reingemacht. Wir haben am Freitag ein wichtiges Spiel vor der Brust und brauchen wieder so ein Spiel wie heute. Dann sehen wir ob wir es rumreißen können oder nicht. Es ist immer eine Riesen-Schlacht", sagte Adler-Goalie Dennis Endras nach dem Spiel im Interview mit SPORT1.

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Für das ersatzgeschwächte Münchner Team von Trainer Don Jackson wird es nun ganz schwer, den vierten Titelgewinn in Folge zu realisieren. Nach dem 2:1 zum Auftakt der Serie hatte der ersatzgeschwächte EHC bereits Spiel zwei zuhause 0:3 und dann am Ostermontag 1:4 bei den Adlern verloren. Das kräftezehrende Halbfinale gegen Augsburg (4:3) macht sich bei den Münchnern offenbar bemerkbar.

"Wir hatten uns natürlich viel vorgenommen heute. Wir sind im ersten Drittel gut aus der Kabine gekommen und haben dann die ersten zehn Minuten im zweiten Drittel richtig verpennt. Wir wissen, es ist eine Herkulesaufgabe, aber wir werden auf jeden Fall versuchen, am Freitag zurück zu schlagen", gab sich Patrick Hager bei SPORT1 dennoch zuversichtlich.

Goalies treiben Offensivreihen zur Verzweiflung

Nachdem Plachta in Spiel drei bereits nach fünf Sekunden für die Mannheimer Führung gesorgt und das schnellste Tor der DEL-Geschichte erzielt hatte, ließen sich die Kontrahenten diesmal Zeit - obwohl es in einem offenen, schnellen und wilden Spiel im ersten Drittel Chancen zuhauf gab. 

Doch entweder waren die Nationaltorhüter Danny aus den Birken (München) und Dennis Endras (Mannheim) zur Stelle oder es fehlte bei insgesamt 30 Versuchen die Genauigkeit. Pech hatte allerdings Red-Bull-Verteidiger Keith Aulie, der nur den Pfosten traf (5.).

"Es war ein hart umkämpftes Spiel auf Augenhöhe. Ich denke, die Zuschauer sind auch ohne Tore voll auf ihre Kosten gekommen", sagte Adler Nicolas Krämmer bereits nach dem ersten Drittel bei SPORT1.

Adler starten furios ins zweite Drittel

Die Gäste-Fans durften dann aber schnell über Tore jubeln, als die entschlossenen Adler mit einem furiosen Start ins zweite Drittel kurzen Prozess machten und davon zogen. Der EHC hatte den Mannheimern, die zuletzt 2015 Meister wurden, in dieser Phase kaum etwas entgegen zu setzen. 

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"Wir waren nicht wachsam. Das ist schwer zu akzeptieren. Wir müssen jetzt alles versuchen", gab sich EHC-Stürmer Yasin Ehliz - einer von zehn Silbermedaillengewinnern von 2018 auf dem Eis - nach dem zweiten Drittel noch kämpferisch. Doch es dauerte im Schlussabschnitt nicht lange, da war dies bereits Makulatur. 

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