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Die Adler Mannheim gewinnen dank eines Rekords auch das dritte Finalspiel gegen den EHC Red Bull München. Damit führen sie die Serie an.

Matthias Plachta schoss das schnellste Tor in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga (DEL), doch als Rekordschütze fühlte sich der Olympiaheld noch nicht. (Highlights des Spiels ab 19 Uhr im TV auf SPORT1)

"Fragt mich in zwei Wochen noch mal, vielleicht freue ich mich dann darüber", sagte der Nationalspieler, der mit seinem Treffer nach fünf Sekunden den Weg zum 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)-Erfolg der Adler Mannheim im dritten Playoff-Finale gegen Serienmeister Red Bull München geebnet hatte.

Adler brauchen noch zwei Siege

Der Hauptrundensieger ging im Duell der Giganten mit 2:1 in Führung. Doch um die Münchner vom Thron zu stoßen, sind in der Best-of-Seven-Serie noch zwei weitere Siege notwendig.

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"Das nächste Spiel ist jetzt wichtiger", meinte Plachta mit Blick auf die vierte Partie am Mittwoch (DEL-Finals: EHC Red Bull München - Adler Mannheim ab 19.15 Uhr im TV und Livestream) in München. Erst wenn der achte Meistertitel für Mannheim perfekt ist, will der Stürmer über seine Bestmarke nachdenken.

Der Puck war kaum eingeworfen, da zappelte er schon im Netz: Plachta, einer von elf Silbermedaillengewinner von 2018 auf dem Eis, war genauso schnell wie der Augsburger Andre Faust, der den DEL-Rekord 1998 aufgestellt hatte. (DEL-Finals-Spielplan)

Endras: "Selbstvertrauen gegeben"

"Es war ein Superstart für uns", meinte Torhüter Dennis Endras, "das hat uns Selbstvertrauen für den Rest des Spiels gegeben."

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Plachtas Sturmkollege Andrew Desjardins erhöhte in 5:3-Überzahl (7.) und mit einem Abstaubertor (26.), Tommi Huhtala (56.) sorgte für die Entscheidung zugunsten der Mannheimer, die den Heimfluch in den Duellen der beiden überragenden Teams der aktuellen Saison beendeten. In den sechs Aufeinandertreffen zuvor hatte jeweils die Auswärtsmannschaft gewonnen. Patrick Hager (31.) traf für den Titelverteidiger.

Jackson fordert mehr

Münchens Rekordtrainer Don Jackson, der seinen neunten Meistertitel anpeilt, musste in seinem 841. DEL-Spiel nicht nur auf seinen verletzten Topscorer Mark Voakes verzichten. Nach drei Minuten war die Partie auch für Trevor Parkes beendet, der nach einem Kniecheck gegen Nationalspieler Sinan Akdag eine umstrittene Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt. Damit fehlten den Münchnern sechs Stammspieler.

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"Es gibt Sachen, die wir nicht kontrollieren können", meinte der Amerikaner vielsagend: "Die, die wir kontrollieren, müssen wir besser machen."

Kritik an den Schiedsrichtern ist Jackson nicht mehr zu entlocken. Zu oft hat ihn die DEL dafür schon zur Kasse gebeten - genauso wie seinen Mannheimer Kontrahenten Pavel Gross. Nach dem 3:0 der Adler am Samstag wurden beide Trainer sogar mit Geldstrafen belegt, weil sie es "zugelassen" hätten, dass nach Ende des ersten Drittels "Spieler von der Bank kommend" an den Auseinandersetzungen auf dem Eis teilnahmen.

Endras überragend

Den Mannheimer Sieg am Samstag hatte der überragende Endras mit 23 Paraden festgehalten. Der Nationaltorhüter, der bereits zum dritten Mal in den Playoffs ohne Gegentor blieb, erlebt seinen dritten Frühling. Bei der Heim-WM 2010 mit dem sensationellen Halbfinaleinzug noch als "Titan" gefeiert, war er beim Olympia-Silber im vergangenen Jahr ohne eine Einsatzminute nur Tourist.

Derzeit nimmt er nicht nur mit Mannheim Kurs auf seinen zweiten Meistertitel, sondern bewirbt sich auch wieder für eine Hauptrolle in der Nationalmannschaft.

Das Spiel im Stenogramm:

Adler Mannheim - Red Bull München 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)

Tore: 1:0 Plachta (0:05), 2:0 Desjardins (6:54), 3:0 Desjardins (25:24), 3:1 Hager (30:22), 4:1 Huhtala (55:32)

Zuschauer: 13.600

Strafminuten: Mannheim 10 - München 15 plus Spieldauer-Disziplinar (Parkes)

Playoff-Stand: 2:1

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