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Der EHC Red Bull München gewinnt das erste Playoff-Finale bei den Adlern Mannheim. Frank Mauer trifft für den Titelverteidiger in der Zusatzschicht.

Serienmeister Red Bull München hat im Gigantenduell der Deutschen Eishockey Liga (LIVE im TV auf SPORT1) den ersten Treffer gelandet.

Das Team von Rekordtrainer Don Jackson gewann das hart umkämpfte erste Playoff-Finale beim Hauptrundensieger Adler Mannheim mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung und machte den ersten Schritt zu seinem vierten Titel in Folge.

Ben Smith (24.) erzielte vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena die Führung für die Gastgeber, die zuletzt 2015 den Silberpokal in den Händen hielten.

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Mauer schießt München zum Sieg

Matt Stajan (48.) und Frank Mauer (79.) drehten das Spiel zugunsten der Münchner, die im zweiten Spiel der Best-of-seven-Serie am Samstag (ab 19.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) Heimrecht haben.

"Wir sind immer besser ins Spiel gekommen und nehmen den Sieg mit. Aber wir müssen besser spielen, die Adler werden auch zulegen", sagte der Siegtorschütze Mauer bei SPORT1: "Aber es ist nur ein Spiel."

Jackson überholt Zach

Jackson, der in seinen zehnten Finale seinen neunten Meistertitel anpeilt, stellte im ersten Endspiel einen weiteren Rekord auf: Mit seinem 839. DEL-Spiel ließ der Amerikaner die Trainerlegende Hans Zach (838) hinter sich. 

Sein Team, das sich im Halbfinale gegen die Augsburger Panther in der längsten Playoff-Serie der deutschen Eishockeygeschichte erst nach fast 505 Minuten durchgesetzt hatte, stand gegen die ausgeruhten Mannheimer von Beginn an unter Druck. Torhüter Danny aus den Birken, einer von elf Olympiahelden von 2018 auf dem Eis, bekam gleich viel zu tun. Die Adler hatten nach ihrem Finaleinzug gegen die Kölner Haie in nur vier Spielen acht Tage Pause.

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Der erste Aufreger spielte sich aber vor der Münchner Mannschaftsbank ab: Nationalspieler Markus Eisenschmid, mit sieben Treffern einer der besten Playoff-Torjäger, sackte nach einem Check von Mark Voakes zusammen und musste angeschlagen in die Kabine (7.). Eine Strafzeit gab es nicht, Eisenschmid konnte wenig später weiterspielen.

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Die Checks wurden härter, die Emotionen kochten hoch. Nach 16 Minuten flogen erstmals die Fäuste. Danach entlud sich die Anspannung immer wieder in Raufereien.

Beide Teams mit starker Defensive

Die beiden mit Abstand besten Teams der Hauptrunde ließen zunächst kaum hochkarätige Torchancen zu, Mannheim hatte mehr vom Spiel. Die Gäste setzten Nadelstiche mit Kontern, wie durch Yasin Ehliz, der einen Alleingang aber nicht erfolgreich abschließen konnte (21.). 

Die Adler-Führung fiel in Überzahl: Smith pflückte den Puck aus der Luft und schlenzte ihn mit der Rückhand über den Schoner von aus den Birken ins Netz. Danach verstärkte der Titelverteidiger seine Angriffsbemühungen, und Mannheims Nationaltorwart Dennis Endras rückte mehr in den Fokus. Auf der Gegenseite hatte Matthias Plachta Pech mit einem Pfostenschuss (39.). Als Mannheim erneut in Überzahl war, glich Stajan aus. 

Das Spiel im Stenogramm:

Adler Mannheim - EHC Red Bull München 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:1) n.V.

Tore: 1:0 Smith (24:00), 1:1 Stajan (47:14), 1:2 Mauer (78:21)
Zuschauer: 13.600
Strafminuten: Mannheim 16 - München 16
Playoff-Stand: 0:1

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