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Der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gelingt zum WM-Auftakt gegen Großbritannien ein Sieg. Leon Draisaitl und Co. tun sich jedoch lange Zeit schwer.

Den mühsamen Auftaktsieg gegen den krassen Außenseiter hakte Leon Draisaitl schnell ab.

"Drei Punkte sind drei Punkte", sagte der NHL-Star nach dem 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) der deutschen Nationalmannschaft zum WM-Start gegen Aufsteiger Großbritannien. Die maximale Ausbeute war das Positivste nach dem schweren Stück Arbeit im ersten Spiel in Kosice (Alle Infos zur Eishockey-WM 2019).

Der Stürmer der Edmonton Oilers hatte selbst dazu beigetragen, dass der Pflichtsieg erst in der Schlussphase gelang.

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Doppelschlag: Ehliz und Draisaitl treffen

Nach dem Führungstor durch den 18-jährigen Moritz Seider (40.) bereitete Draisaitl mit einem Fehlpass am eigenen Tor unfreiwillig den Ausgleich durch Mike Hammond vor (44.). "Das passiert", meinte er. Nach dem 2:1 durch den Münchner Yasin Ehliz (51.) sorgte der 23-Jährige dann selbst mit dem dritten Tor für die Entscheidung (53.). 

Noch ohne ihren NHL-Torwart Philipp Grubauer hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) enorme Probleme mit den Briten, die erstmals seit 1994 wieder in der A-Gruppe spielen und vor zwei Jahren noch drittklassig waren. Im zweiten Spiel am Sonntag gegen Dänemark (Eishockey-WM: Deutschland - Dänemark ab 16 Uhr LIVE im TV und im Stream), das zum Auftakt Frankreich mit 5:4 nach Penaltyschießen bezwang, ist eine deutliche Leistungssteigerung notwendig (Spielplan der Eishockey-WM).

Söderholm: "Ein hartes Stück Arbeit"

Der neue Bundestrainer Toni Söderholm war trotz des holprigen Starts zufrieden. "Es war auch ein gutes Stück Arbeit", sagte der Finne, "die Jungs haben viel kreiert, viel gearbeitet. Nur die Belohnung in Form von Toren war nicht da."

Seine Mannschaft hatte die Briten phasenweise im eigenen Drittel eingeschnürt und mit fünf gegen fünf Powerplay gespielt. Allerdings waren viele Pässe ungenau - ebenso wie die Schüsse. "Wir haben ein bisschen zu kompliziert, zu verschnörkelt gespielt", meinte Kapitän Moritz Müller: "Und wir haben wirklich viel drüber geschossen."

Briten-Goalie lässt DEB-Stürmer verzweifeln

Wenn der Puck aufs Tor flog, war der britische Goalie Ben Bowns zur Stelle. Der Düsseldorfer Mathias Niederberger im deutschen Tor hatte deutlich weniger zu tun. Die größte Chance des ersten Drittels hatte dennoch der Olympiasieger von 1936: Nach einem Fehler des NHL-Verteidigers Korbinian Holzer scheiterte Evan Mosey allein vor Niederberger (20.).

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Auch im zweiten Abschnitt dominierte die DEB-Auswahl weiter, erspielte sich aber nur wenige hochkarätige Torchancen. Der Frust wuchs, Draisaitl und sein NHL-Kollege Dominik Kahun versuchten immer häufiger ihr Glück mit Einzelaktionen. Auch Söderholm verlor die Geduld und schickte die beiden gemeinsam aufs Eis. Mit Erfolg: Der Druck wurde so groß, dass Seider das 1:0 gelang. Doch damit war das Spiel noch nicht gewonnen. Nach Draisaitls Patzer stellte erst Ehliz die Weichen auf Sieg.

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Grubauer kommt am Sonntag

Am Sonntagmittag trifft Grubauer in Kosice ein. Der 27-Jährige hatte nach dem Play-off-Aus mit der Colorado Avalanche grünes Licht von seinem Klub für die WM-Teilnahme bekommen. "Wir bekommen einen Spieler, der in den vergangenen Monaten einer der besten Torhüter der NHL war", sagte Söderholm.

"Jeder Mannschaft würde ein solcher Weltklasse-Torhüter einen zusätzlichen Push und positive Energie geben", sagte DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel dem SID: "Sein Kommen nach einer sehr, sehr langen Saison zeigt seine Einstellung, das ist hochprofessionell. Er will der Nationalmannschaft helfen."

Das Spiel im Stenogramm:

Deutschland - Großbritannien 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)
Tore: 1:0 Seider (19:21), 1:1 Hammond (43:36), 2:1 Ehliz (50:39), 3:1 Draisaitl (52:03)
Schiedsrichter: Gouin (Kanada), Hribik (Tschechien)
Zuschauer: 6866
Strafminuten: Deutschland 2 - Großbritannien 4

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