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Kosice und München - Dem DEB-Team droht nach dem Krimi gegen die Slowakei möglicherweise der Ausfall von Moritz Seider. Der Youngster wird übel in die Bande gecheckt.

Die deutsche Nationalmannschaft muss den dramatischen 3:2-Sieg gegen WM-Gastgeber Slowakei (Die Eishockey-WM LIVE im TV auf SPORT1 und im YouTube-Stream) möglicherweise teuer bezahlen.

DEB-Youngster Moritz Seider wurde in der Schlussphase der Partie von Ladislav Nagy hart von hinten in die Bande gecheckt und knallte mit dem Kopf ans Plexiglas. Der 18-Jährige blieb zunächst minutenlang auf dem Eis liegen und wurde anschließend gestützt von Betreuern und Teamkollege Matthias Plachta in die Kabine geführt.

Wie der DEB am späten Abend mitteilte, war Seider nach dem Check benommen. Eine genauere Untersuchung stehe aber noch aus. "Ihm geht es jetzt besser als auf dem Eis", sagte Bundestrainer Toni Söderholm nach der Partie bei SPORT1. (LIVETICKER zum Nachlesen)

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Söderholm kritisiert Schiedsrichter scharf

Angesichts der vergleichsweise milden 2+10-Minutenstrafe für Übeltäter Nagy griff Söderholm die Schiedsrichter und den Weltverband (IIHF) an: "Es ist Zeit, dass die IIHF aufwacht. Was in den letzten paar Spielen auf dem Eis passiert ist, ist nicht in Ordnung."

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Der 41-Jährige hatte bereits unmittelbar nach der Aktion an der Bande geschimpft und eine Spieldauerstrafe gefordert. "Man kann ja alles pfeifen. Late Hit, Check gegen die Bande, Check von hinten - du kannst wählen, was du willst. Aber nur zwei Minuten Strafzeit, wenn einer bewusstlos auf dem Eis liegt - das verstehe ich nicht", redete sich Söderholm in Rage.

Seiders Gesundheit stehe aber jetzt im Vordergrund. Ob der Verteidiger im nächsten Spiel gegen Kanada am Samstag (16.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wieder zur Verfügung steht, ist noch offen. "Wir werden sehen wie es ihm in den nächsten zwei Tagen geht", sagte Söderholm.

Seider hatte bislang bei der WM stark aufgetrumpft. Der Verteidiger vom deutschen Meister Adler Mannheim erzielte bereits zwei Tore bei diesem Turnier.

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